Sie stehen vor St. Salvator, früher Frauenkirche. Sie ist das einzige größere Barockgebäude der Stadt. Sie liegt im Viertel Zürch, am Unteren Wall, direkt an der erhaltenen Stadtmauer. Ihre Geschichte beginnt mit einer Burg. 1310 wurde hier im Zürch eine Reichsburg errichtet, die Burgkapelle wurde der Lieben Frau geweiht. Als die Stadt 1361/62 wieder reichsunmittelbar wurde, ließ die Bedeutung der Burg schlagartig nach. 1412 wurde die Kapelle erneut zur Kirche geweiht, nach größeren Umbauten. Ab 1427 wurde die Burg Stück für Stück abgebrochen. Nur die Kirche blieb erhalten. Ihr gotischer Chor ist einjochig und schließt mit einem Fünfachtelschluss ab. Im Zweiten Stadtverderben 1554 wurde die Kirche zerstört, bis 1561 wieder aufgebaut. Bald darauf zerfiel sie erneut, diente als Getreidelager und von 1704 bis 1706 als Gefangenenlager. 1717 begann eine umfassende Erneuerung, aus Anlass des 200. Jahrestags der Reformation in der Stadt. Man setzte eine doppelte Kuppelhaube auf, riss das Langhaus ab und baute es im Stil des Barock neu. Geweiht wurde die Kirche am 11. Juli 1719, Patron war nun der Welterlöser. Eine Geschichte gehört unbedingt dazu. 1801 sollte die Kirche eine neue Turmuhr erhalten. Sie konnte erst angebracht werden, als die Unabhängigkeit Schweinfurts mit der Mediatisierung aufgehoben wurde. Unbekannte schrieben daraufhin auf die Zifferblätter: „Seht, so ändert sich das Spiel in unseren Tagen: Reichsfreie Bürger bauten mich und bayerisch werde ich schlagen.“ 1817 wurde die Gemeinde der Johannisgemeinde angegliedert. Am 27. April 1944 schlug eine Phosphorbombe ein und zerstörte die Kirche bis auf die Außenmauern. Der Architekt Olaf Andreas Gulbransson baute sie bis 1953 nach den alten Plänen wieder auf, 1956 wurde der Turmhelm aufgesetzt. Drei Glocken hängen im Turm, zwei wurden 1718 von Johann Meyer gegossen. Am Westportal erinnert eine Inschrift an Georg Spalatin, der in dieser Kirche seine erste Schweinfurter Predigt hielt. Im Chor steht ein Kruzifix des 17. Jahrhunderts nach dem Vorbild von Peter Paul Rubens. Auf einem Gemälde von 1958 an der Decke kehrt der Welterlöser Christus auf die Erde nieder.
Sie stehen vor St. Salvator, früher Frauenkirche. Sie ist das einzige größere Barockgebäude der Stadt. Ihr gotischer Chor ist ein Rest der Kapelle der Reichsburg. 1717 begann die barocke Erneuerung, 1719 wurde sie geweiht. Am 27. April 1944 wurde sie bis auf die Außenmauern zerstört.
Du stehst vor der Salvatorkirche. Vor langer Zeit gehörte hier eine Kapelle zu einer Burg. Die Burg wurde abgerissen, nur die Kirche blieb stehen. Später verfiel sie und wurde ein Lager für Getreide. 1801 sollte die Kirche eine neue Turmuhr bekommen. Das ging erst, als die Stadt ihre Unabhängigkeit verlor. Da schrieben Unbekannte auf die Zifferblätter: Bayerisch werde ich schlagen. Am 27. April 1944 traf eine Bombe die Kirche. Sie wurde wieder aufgebaut. Hörst du, wie eine Kirchturmuhr schlägt?
Koordinaten: 50.0451, 10.2377 · auf der Karte