Sie stehen vor St. Johannis, am Martin-Luther-Platz nördlich des Marktplatzes. Es ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, entstanden in der Zeit der Staufer, im 12. Jahrhundert. Ursprünglich war die Kirche eine Kirchenburg. Für die Entstehung der heutigen Altstadt gibt es zwei Ansichten. Entweder verlagerte sich die ältere Siedlung allmählich, oder Kaiser Friedrich I. Barbarossa gründete die Stadt als Reichsstadt. Der klassische mittelalterliche Stadtgrundriss mit Straßenkreuz spricht für eine Gründungsstadt. Auf der Nordseite wirkt die Kirche festungsartig, mit Wandstärken von 1,40 Metern. Das erklärt sich aus der ursprünglichen Nähe zur Stadtmauer, die parallel verlief. Die Baugeschichte beginnt spätestens gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Im letzten Viertel des Jahrhunderts soll der Bau eines romanischen Chores und des Nordturmes begonnen haben. 1987 fand man bei Ausgrabungen im Chor Reste eines mutmaßlichen Vorgängerbaus, die Kirche könnte also noch älter sein. 1237 war der Nordturm vollendet. 1240 entstand auf der Südseite das Brautportal. Schauen Sie auf seine Ornamente: Rankenwerk und Fabelwesen, in der Bogenkehle Drachen, die mit Löwen ringen. Der Meister ist unbekannt. Die Kirche war als Bürgerkirche geplant. Mit dem Kauf eines Steinbruchs wird sie 1325 erstmals als Pfarrkirche erwähnt, und ab 1325 trug allein der Rat der Stadt die Baulast. 1411 war der neue gotische Chor fertig. 1542 übernahm die Reichsstadt die Reformation, und St. Johannis wurde evangelische Stadtkirche. Bei der Verwüstung der Stadt im Zweiten Markgrafenkrieg 1554 wurde sie schwer beschädigt, ab 1555 baute man sie wieder auf. Von 1707 bis 1739 wurde sie innen umfassend renoviert, mit Holzemporen. 1911 legte Professor Otto Schulz die Fresken und Malereien des Mittelalters wieder frei. Im Herrenchor hängt das Schweinfurter Konfessionsbild, das älteste Konfessionsbild Süddeutschlands. Der Turm hat sechs Geschosse und überragt das übrige Gebäude mit 43 Metern.
Sie stehen vor St. Johannis, der Hauptkirche der ehemaligen Reichsstadt, am Martin-Luther-Platz. Ihre Baugeschichte beginnt spätestens gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Das Brautportal von 1240 ist ein Wahrzeichen der Stadt. Im Herrenchor hängt das älteste Konfessionsbild Süddeutschlands.
Du stehst vor der Johanniskirche. Sie ist das älteste erhaltene Haus der Stadt, im 12. Jahrhundert entstanden. Früher war sie eine Kirchenburg. Auf der Nordseite sind ihre Mauern 1,40 Meter dick, sie wirken wie die einer Festung. Schau auf die Südseite. Dort ist das Brautportal von 1240, mit Drachen, die mit Löwen ringen. Der Turm hat sechs Geschosse und ist 43 Meter hoch. Wie viele Stufen, glaubst du, muss man steigen, um ganz nach oben zu kommen?
Koordinaten: 50.0462, 10.233 · auf der Karte