Sie stehen im Altstadtviertel Zürch. Hier stand die Hennebergische Reichsburg. Die Namen Burggasse und Rittergasse weisen noch darauf hin. Die Burg war in die Stadtmauer eingebunden und stand auf einem Plateau, 12 Meter über dem heute angestauten Main. Als Zugang ist die Burggasse anzunehmen. Ihre Geschichte beginnt 1309. König Heinrich VII. verpfändete die Stadt Schweinfurt an Graf Berthold von Henneberg-Schleusingen. 1310 erlaubte er ihm, innerhalb der Stadt eine neue Reichsburg zu bauen. Sie sollte die Alte Reichsburg auf dem Hainberg ersetzen, und der König versprach, die Baukosten von Reichs wegen zu vergüten. Ob es in der Stadt bereits eine Reichsburg gab, bleibt unklar. Die Alte Chronik der Stadt berichtet, 1310 sei dort ein altes Schloss verbessert worden. Die Burg diente der Aufnahme von Burgmannen zur Verteidigung der Reichsstadt. Die Henneberger nahmen in ihr als vom Kaiser eingesetzte Pfandherren dessen Rechte in der Stadt wahr. Zeitweise waren sie sogar Herren der Schweinfurter, dann war die Burg nicht mehr ausschließlich eine Reichsburg. Mitte des 14. Jahrhunderts begann eine erste Krise der Henneberger. 1361 und 1383 konnte sich Schweinfurt mit der Rückzahlung der Pfändungssumme lösen. Die Stadt war wieder reichsunmittelbar. Dann verlor die Burg ihren Sinn. 1409 erteilte König Ruprecht eine Teilerlaubnis zum Abbruch, 1427 König Sigismund die komplette, mit der Bedingung, dass die Steine die Stadtbefestigung verstärken. Einige Reste überstanden die Ereignisse von 1553/54. Erst beim Wiederaufbau wurden sie beseitigt. 1570 brach man eine rund 50 Meter lange und 2 Meter dicke Burgmauer ab. Ihre Steine wurden für den Bau des Rathauses verwendet, das Sie am Anfang gesehen haben. Der einzige geschlossene Baurest ist die gotische Burgkapelle, die Liebfrauenkirche. Sie ist heute der Chor der Salvatorkirche. Sonst gibt es nur geringe Mauerreste. Trotz des Abbruchs hat das Altstadtviertel Zürch mit der Stadtmauer an zwei Seiten noch den Charakter eines Burgenviertels. Hier endet unser Rundgang. Er führte vom Museum am Main durch eine Stadt, die 1554 zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Danke, dass Sie mitgekommen sind.
Sie stehen im Viertel Zürch, wo die Hennebergische Reichsburg stand. Sie wurde spätestens 1310 erbaut und ab 1427 abgebrochen. Heute gibt es nur geringe Mauerreste. Die Burgkapelle, heute der Chor der Salvatorkirche, ist der einzige geschlossene Baurest.
Du stehst dort, wo einmal eine Burg stand. Heute sieht man davon fast nichts mehr. Die Burg wurde ab 1427 Stück für Stück abgerissen, und mit den Steinen verstärkte man die Stadtmauer. Nur die Burgkapelle blieb übrig. Sie ist heute der Chor der Salvatorkirche. Zwei Straßen erinnern noch an die Burg: die Burggasse und die Rittergasse. Der Stadtteil Zürch hat noch heute den Charakter eines Burgenviertels. Hier endet der Rundgang. Was hat dir in Schweinfurt am besten gefallen?
Koordinaten: 50.04484, 10.23766 · auf der Karte