Sie stehen auf dem Münsterplatz, einem der drei Hauptplätze der Altstadt von Schwäbisch Gmünd. Bis 1926 hieß er offiziell Kirchplatz. Als Bischof Paul Wilhelm von Keppler das Gmünder Münster in diesem Jahr zum Münster zum Heiligen Kreuz erhob, bekam auch der Platz um die Kirche den Namen Münsterplatz. Das freistehende Münster dominiert den Platz. Er war das kirchliche Zentrum der Stadt, neben dem Marktplatz mit dem weltlichen Zentrum. Ein Großteil der Gebäude, die sich in geraden Seiten um das Münster gruppieren, steht auch in der Nutzung in seinem Umfeld. Trotz der Vielfalt der Fassaden, die der jeweiligen Bauzeit geschuldet ist, spürt man, dass sie sich dem mächtigen Münster unterordnen. Den großen freien Platz belegte bis Anfang des 18. Jahrhunderts südlich des Münsters ein Friedhof. Seine gotische Friedhofskapelle St. Michael wurde 1807 abgetragen, ebenso die rund sieben Schuh hohe Friedhofsmauer. Reste einer weiteren gotischen Kapelle südlich von St. Michael verschwanden erst im 19. Jahrhundert. Schauen Sie sich um. Das Bommashaus, Münsterplatz 2, zeigt sich in barocker Gliederung von 1773. Seine Grundsubstanz stammt aus dem 15. Jahrhundert, im Gebälk sind Balken von 1450 verwendet. Die Türen tragen das Wappen des Handelsmanns Dominikus Bommas. Die Münsterbauhütte, Nummer drei, ist bis heute dort zu Hause. Das Münsterpfarrhaus, Nummer fünf, wird erstmals 1448 erwähnt. Das Münstermesnerhaus, Nummer sechs, geht auf das frühe 16. Jahrhundert zurück. Die Sankt-Leonhards-Kaplanei, Nummer neun, hat romanische Bausubstanz aus dem 12. und 13. Jahrhundert, ihre Fachwerkaufbauten stammen von 1434. Und die Nikolauskaplanei, Nummer einundzwanzig, wurde 1732 neu gebaut; 1939 war ihr Abbruch vorgesehen, um das Münster freizulegen. Als Nächstes folgt die Augustinuskirche, danach das Stadtarchiv, das Klösterle, die Fuggerei und das Kapitelshaus. Das Klösterle ist über einen Glasbau mit der Volkshochschule am Münsterplatz verbunden. Südlich des Münsters steht vor der Fuggerei eine Mariensäule, 1693 vom Gmünder Bürger Benedikt Broschenrieder geschaffen, nach dem Vorbild einer Schönen Maria in Regensburg. 1951 stellte man sie an ihren heutigen Platz. Heute wird der Platz mittwochs und samstags als Wochenmarkt genutzt, für kirchliche Veranstaltungen und für Konzerte, zum Beispiel beim Festival Europäische Kirchenmusik. In der Südwestecke gibt es einen öffentlichen Boule-Spielplatz.
Sie stehen auf dem Münsterplatz, einem der drei Hauptplätze der Altstadt. Bis 1926 hieß er offiziell Kirchplatz. Das freistehende Münster dominiert ihn, und die meisten Häuser ringsum stehen im Umfeld der Kirche. Mittwochs und samstags ist hier Wochenmarkt.
Du stehst auf dem Münsterplatz. In der Mitte steht das Münster, und viele Häuser drumherum haben mit der Kirche zu tun. Bis Anfang des 18. Jahrhunderts lag hier südlich der Kirche ein Friedhof mit einer eigenen Kapelle. Heute ist es ein großer freier Platz. Mittwochs und samstags findet hier der Wochenmarkt statt, und manchmal gibt es Konzerte. In einer Ecke gibt es sogar einen Boule-Spielplatz. Hast du schon einmal Boule gespielt?
Koordinaten: 48.79895, 9.79612 · auf der Karte