Sie stehen vor der Augustinuskirche in der Nachbarschaft des Heilig-Kreuz-Münsters. Sie ist die ehemalige, barockisierte Klosterkirche des Gmünder Augustinerklosters und heute die evangelische Gemeindekirche der Kernstadt. Seit 1284 durften die Augustiner-Eremiten sich in Gmünd aufhalten, Grundstücke erwerben und bebauen. Ab 1308 sind die ersten Klosterbauten gesichert. Wann der Kirchenbau begann, weiß man nicht genau. Man nimmt an, dass es zuerst einen geraden Chorschluss gab, den 1432 ein Chorneubau in der heutigen Form ablöste. Damals war die Kirche eine spätgotische Anlage, von der heute nichts mehr frei sichtbar ist. 1535 nahm Kaiser Karl V. im Kloster Quartier. 1732 stellte man einen katastrophalen Zustand von Kloster und Kirche fest, 1755 wegen Einsturzgefahr noch einmal. Ab 1756 baute man die Kirche um, dabei brach man die spätgotische Kirche teilweise ab. Geleitet wurden die Arbeiten von Johann Michael Keller, dem damaligen Stadtbaumeister. 1758 waren sie abgeschlossen. Am 3. Januar 1803 kam das Aufhebungsdekret, 1806 wurde die Kirche evangelische Garnisonkirche, 1817 evangelische Stadtpfarrkirche. 1855 brach man vom Münsterplatz am Chorscheitel einen Eingang durch, um mehr Sitzplätze für die Garnisonsangehörigen zu schaffen. 1963 wurde er bei einer Restaurierung wieder geschlossen. Schauen Sie im Innenraum nach oben. Im Chor, an den Wänden und der Decke, und im Langhaus, dort nur an der Decke, hat Johann Anwander Fresken gemalt. Sie zeigen überwiegend Begebenheiten aus dem Leben des heiligen Augustinus, die übrigen beziehen sich auf andere Ordensheilige. Neben der Orgel befindet sich das Storrsche Oratorium, eine kastenförmige Loge mit dem Wappen der Storr von Ostrach. Den barocken Hochaltar schufen der Augustiner und Kunstschreiner Fidelis Hellwirth und sein Schwager Franz Joseph Bergmüller. Das Chorgestühl stammt von 1750. Im Chor finden Sie das Epitaph für Philipp Senfft von Sulpurg, gestorben am 15. Februar 1515. Der Taufstein von 1930 ist ein Werk des Bildhauers Jakob Wilhelm Fehrle: Drei kniende Engel tragen die achteckige Taufplatte. Die Orgel von 1964 wurde im September 2021 abgebaut und an das ehemalige Kamaldulenserkloster Wigry in Polen verkauft. Für Gmünd war ein Neubau der Firma Eule aus Bautzen vorgesehen. Im Dachreiter hängen zwei Glocken: eine aus dem Ritterstift Comburg von 1790 und eine von 1952, die evangelische Gemeindemitglieder stifteten.
Sie stehen vor der Augustinuskirche, der früheren Klosterkirche der Augustiner. Seit 1817 ist sie evangelische Stadtpfarrkirche. Die Augustiner durften sich seit 1284 in der Stadt aufhalten und bauen. 1756 bis 1758 wurde die Kirche barockisiert, 1803 das Kloster aufgehoben.
Diese Kirche gehörte einmal zu einem Kloster. Hier lebten Mönche, die Augustiner hießen. Dann wurde das Kloster aufgehoben, und die Kirche wurde evangelisch. Schau in der Kirche nach oben: Dort sind Bilder an die Decke gemalt, Fresken. Sie erzählen Geschichten aus dem Leben des heiligen Augustinus. Es gibt dort auch einen Taufstein: Drei kniende Engel tragen die achteckige Taufplatte. Kannst du sie finden?
Koordinaten: 48.7988, 9.79518 · auf der Karte