
Sie stehen auf dem Universitätsplatz, dem Mittelpunkt der Kröpeliner Straße. Heute ist er Fußgängerzone. Neben dem Alten und dem Neuen Markt ist er einer der drei historischen Marktplätze der Hansestadt. Bis 1819 hieß er Hopfenmarkt, bis 1945 Blücherplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug er den Namen des sowjetischen Staatschefs Josef Stalin, bis er 1961 seinen endgültigen Namen erhielt. Rostock bestand aus drei Teilstädten, die sich 1265 offiziell zusammenschlossen, und jede hatte einen Marktplatz. Der Markt der Neustadt war der Hopfenmarkt, über die Breite Straße und die Schnickmannstraße direkt mit dem Stadthafen an der Unterwarnow verbunden. Schauen Sie auf die Form des Platzes: Er ist ein Dreieck, für norddeutsche Städte ungewöhnlich, und das verdankt er der Tatsache, dass sich an dieser Stelle im Mittelalter zwei Handelswege gabelten. Nach der Gründung der Universität 1419 wurde das frei auf dem Markt stehende Neustädtische Rathaus zum Auditorium Magnum umfunktioniert, 1817 wurde es abgerissen. Auf der Westseite richtete man im ehemaligen Wohnsitz des Bischofs von Schwerin das Collegium Philosophicum ein. Es brannte 1565 vollständig ab, sein Nachfolger, das Weiße Kolleg, war ein weiß verputztes, schlichtes dreistöckiges Haus mit fünf gotischen Giebeln. Im 19. Jahrhundert riss man es ab, weil es baufällig war und den Anforderungen eines modernen Lehrbetriebs nicht mehr genügte. An seiner Stelle steht heute das Universitätshauptgebäude im Stil der Neorenaissance. Auf der Südseite standen gotische Giebelhäuser, in denen die Regentienen untergebracht waren, eine Art Studentenwohnheime. An ihrer Stelle entstanden ab dem 18. Jahrhundert die Repräsentationsbauten der mecklenburgischen Landesherrschaft: das barocke Palais mit dem Barocksaal, die einstige Neue Wache mit breiten dorischen Säulen und das ehemalige Oberappellationsgericht. Alle werden heute von der Universität genutzt. In den Bombennächten Ende April 1942, in denen mehr als die Hälfte des historischen Stadtkerns vernichtet wurde, blieben die Westseite mit dem Hauptgebäude und die Südseite unbeschädigt. Die Nordseite zwischen Pädagogien- und Breiter Straße wurde vollständig zerstört. Eine Baracke, die dort noch zu Kriegszeiten errichtet worden war, ersetzte man erst 1986 durch das Fünfgiebelhaus nach Entwürfen von Peter Baumbach. In der Mitte des Platzes steht der Brunnen der Lebensfreude, zu dem wir noch kommen.
Sie stehen auf dem Universitätsplatz, dem Mittelpunkt der Kröpeliner Straße. Er war früher der Hopfenmarkt und ist neben dem Alten und dem Neuen Markt einer der drei historischen Marktplätze der Hansestadt. Seinen heutigen Namen trägt er seit 1961. Er ist Fußgängerzone.
Du stehst auf einem großen Platz in der Mitte der Stadt. Früher war er ein Marktplatz, auf dem Hopfen verkauft wurde. Er ist ein Dreieck, was für Städte im Norden ungewöhnlich ist, denn hier gabelten sich im Mittelalter zwei Handelswege. Auf dem Platz stand früher ein Rathaus, das man zu einem Hörsaal der Universität machte. Im Krieg wurde eine Seite des Platzes ganz zerstört. Der Platz hatte schon viele Namen, zeitweise sogar den eines sowjetischen Staatschefs. Seit 1961 heißt er Universitätsplatz. Kannst du das Dreieck erkennen?
Koordinaten: 54.0883, 12.135 · auf der Karte