
Sie stehen dort, wo die Jakobikirche stand. Sie war eine der vier Hauptkirchen und ein Wahrzeichen der Stadt, die jüngste der einst vier großen Stadtpfarrkirchen und Pfarrkirche der Neustadt im Westen. Heute erinnert ein Gedächtnisplatz zwischen Apostelstraße, Bei der Jakobikirche und Pädagogienstraße an sie. Um 1280 gehörte nachweislich ein erster Ziegelhof vor dem Bramower Tor zu St. Jakobi, daher nimmt man als Baubeginn etwa 1300 an. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts war die Kirche zum größten Teil fertiggestellt. Es war eine dreischiffige Backsteinbasilika mit geradem Chorabschluss, als Zeichen für Reichtum und Ansehen der Hansestadt prächtiger gestaltet als die anderen Hauptpfarrkirchen. Dreißig Altäre aus der Zeit vor der Reformation gehörten zur Ausstattung. Ein gotischer Spitzhelm stürzte 1462 ein, 1589 war ein neuer, geschwungener Kupferhelm mit zwei Galerien fertig. Von 1484 bis 1571 war St. Jakobi ein Domkollegiatstift. Das ging nicht unblutig aus: Die städtischen Interessen stießen mit denen der mecklenburgischen Landesfürsten zusammen. 1486 kam es zur Domfehde, die 1491 mit der Niederlage Rostocks und der Hinrichtung der Rädelsführer endete. Dann kam der Krieg. Bei den britischen Bombenangriffen am 26. April 1942 wurden große Teile der Kirche zerstört. Das Turmmassiv brannte aus, die Innenausstattung ging verloren, darunter die Renaissancekanzel von 1582 und ein Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Das Gewölbe wurde beschädigt, stürzte aber nicht ein. 1943 sicherte man die Ruine gegen Einsturz und deckte sie mit einem Notdach. Im Mai 1947 sprengte die sowjetische Besatzungsmacht den benachbarten Luftschutz-Großbunker „Blücher“ an der Langen Straße, danach brach das Hochschiff mit Pfeilern und Gewölbe zusammen. Turm und Reste von Chor und Seitenwänden blieben noch lange stehen. Ein Wiederaufbau stand im Gegensatz zur seit 1953 betriebenen sozialistischen Neugestaltung des Stadtzentrums. Eine Kirchenruine neben der Langen Straße, die das neue sozialistische Rostock zeigen sollte, war damit unvereinbar. 1957 wurden die Seitenschiffreste, 1959 der Chor und 1960 der Turmstumpf abgerissen oder gesprengt. Die Beseitigung der Jakobikirche gilt als einer der schwersten Verluste des kulturellen Erbes in Ostdeutschland. Schauen Sie auf den Boden: Der Grundriss der Kirche ist in Stein eingelassen, Bronzeplatten verweisen auf den Standort von Orgel, Altar, Fürstenstuhl und Portalen. Die Kolonnaden im Norden zeigen die Höhe des früheren nördlichen Seitenschiffs. An der Nordwestecke steht eine erhaltene Grabplatte der Kirche.
Sie stehen dort, wo die Jakobikirche stand. Sie war eine der vier Hauptkirchen Rostocks und die jüngste, ein Wahrzeichen der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie beschädigt, 1947 stürzte das Hochschiff ein, bis 1960 wurde sie vollständig abgerissen. Ein Gedächtnisplatz erinnert an sie.
Hier stand einmal eine große Kirche, die Jakobikirche. Sie war aus Backstein und eine der vier großen Kirchen der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie von Bomben getroffen, 1947 stürzte ein großer Teil ein. Sie hätte wieder aufgebaut werden können, aber eine Kirchenruine passte nicht zum neuen Rostock, das die DDR-Führung bauen wollte. Bis 1960 wurde sie ganz abgerissen. Heute ist hier ein Gedächtnisplatz. Im Boden ist der Grundriss in Stein eingelassen, Platten zeigen, wo Orgel und Altar standen. Wie groß war die Kirche wohl?
Koordinaten: 54.0892, 12.1321 · auf der Karte