Sie stehen vor dem Ignaz-Günther-Gymnasium. Es ist das älteste der drei Gymnasien in Rosenheim, und seine Geschichte hat zwei Anfänge. Ich nenne Ihnen zuerst den älteren: Das Gymnasium ging aus der Rosenheimer Lateinschule hervor, und deren Geschichte lässt sich bis zum Jahr 1571 zurückverfolgen. Wikidata nennt dagegen das Jahr 1896. Das ist das Jahr, in dem die Schule laut Quelle zum neunjährigen Königlich-Humanistischen Gymnasium ausgebaut wurde. Der Weg dorthin war lang. Von 1815 bis 1837 war die Schule eine lateinische Vorbereitungsschule, bis 1855 eine vierklassige Lateinschule, danach eine Königlich Bayerische Lateinschule und ein Progymnasium. Am 18. September 1896 wurde das Gymnasium eröffnet, zunächst nur im Gebäude mit der Hausnummer 32. Doch schon Ende des Jahres beschloss das Gemeinde-Collegium der Stadt den Neubau mit der Hausnummer 34. 1900 war der Umzug vollzogen. Dann wurde es eng. Seit Mitte der 1950er Jahre herrschte Raumnot, aber erst am 12. April 1961 gab der Stadtrat grünes Licht für einen Erweiterungsbau, der im Juli 1962 fertig war. In den 1970er Jahren war die Schülerzahl auf etwa tausend angewachsen. Im April 1974 beschloss der Stadtrat, das alte Gebäude mit der Nummer 32 wieder zu nutzen und zusätzliche Räume zu bauen. 2009 wurde ein weiteres Gebäude mit einer Schulmensa eingeweiht. Zur Schulgeschichte gehören weitere Daten. 1920 wurde die Koedukation eingeführt. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule durch die publizistische Tätigkeit ihres Leiters Eduard Stemplinger und seines Stellvertreters Josef Hofmiller überregional bekannt. Den Namen Ignaz-Günther-Gymnasium erhielt sie 1965 bei der Einweihung eines Erweiterungstrakts; vorher hieß sie Humanistisches Gymnasium Rosenheim. Heute ist die Schule im sprachlichen und musischen Bereich sowie bei digitaler Technik profiliert. Erste Fremdsprache ist Latein, in der sechsten Jahrgangsstufe folgt Englisch. Alle Schüler ab der achten Jahrgangsstufe benutzen im Unterricht ein Tablet. 2018 wurde die Schule als Bayerische Forscherschule des Jahres ausgezeichnet. Und wer ging hier zur Schule? Die Liste bekannter Schüler nennt Edmund Stoiber, den ehemaligen Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, Karl-Theodor zu Guttenberg, ehemals Bundesminister der Verteidigung, den Schriftsteller Bernt von Heiseler, die Cellistin Fany Kammerlander und den Pianisten Herbert Schuch.
Sie stehen vor dem Ignaz-Günther-Gymnasium, dem ältesten der drei Gymnasien in Rosenheim. Es ging aus der Lateinschule hervor, deren Geschichte sich bis 1571 zurückverfolgen lässt. 1896 wurde die Schule zum neunjährigen Gymnasium ausgebaut.
Du stehst vor einer Schule, einem Gymnasium. Es ist das älteste von drei Gymnasien in Rosenheim. Es geht auf eine Lateinschule zurück, deren Geschichte man bis ins Jahr 1571 verfolgen kann. Hier lernen die Kinder als erste Fremdsprache Latein, erst später kommt Englisch dazu. Ab der achten Klasse benutzen alle im Unterricht ein Tablet. Im musischen Zweig lernen die Schüler ab der fünften Klasse ein Instrument. Kannst du ein Instrument spielen?
Koordinaten: 47.857858582, 12.120562406 · auf der Karte