Sie stehen vor der Kapelle Zu den Sieben Zufluchten. Man nennt sie auch die Roßacker-Kapelle. Sie ist römisch-katholisch und gehört zum Erzbistum München und Freising. Gebaut wurde sie von 1737 bis 1739 nach einem Entwurf von Abraham Millauer, über älteren Kellern. Wikidata nennt das Jahr 1739; das ist das Ende der Bauzeit. Schauen Sie auf die Fassade. Sie ist durch Pilaster gegliedert und steht giebelständig an der Straße. Darüber sitzt ein turmartiger Dachreiter mit dem Glockenstuhl. Die spätbarocke Saalkirche besteht aus dem Langhaus zu zwei Jochen und dem halbrund geschlossenen Chor im Süden. Im Inneren war der Maler Johannes Zick am Werk. Die Deckenmalerei von 1737 zu Maria Magdalena wird ihm zugeschrieben. Das Altarretabel hat er mit den Sieben Zufluchten und der Himmelfahrt Mariens bemalt. Auf der Halbkuppel über dem Hochaltar aus Stuckmarmor ist das Auge der Vorsehung zu erkennen. Bleiben wir noch beim Beinamen, Roßacker. Das Wort führt zu einer Frage, die Rosenheim bis heute beschäftigt: Woher kommt der Name der Stadt? Geklärt ist das nicht, der Wikipedia-Quelle zur Stadt nennt mehrere Möglichkeiten. Erstens: 1234 wird erstmals die Burg Rosenheim erwähnt, am östlichen Innufer auf dem heutigen Schlossberg. Möglicherweise geht der Name auf das Rosenwappen der Wasserburger Hallgrafen zurück, der Erbauer der Burg. Zweitens: Der Name hieß ursprünglich Rossenheim, nach den Rössern, die im Mittelalter Transportschiffe flussaufwärts zogen und für die es in Rosenheim große Stallungen gab. Straßennamen wie Am Esbaum, der Baum, an dem die Rösser ästen, oder Am Roßacker sind ein möglicher Hinweis. Auf einer Karte der Region im Palazzo Vecchio steht die Stadt als Rossenheim. Drittens: Eine Wortverwandtschaft mit Roas, Roze oder Ried, früher Wörter für Sumpf- und Torfgebiete, die um Rosenheim herum noch anzutreffen sind. Und viertens: Der Name könnte vom Personennamen Roso oder Hrodo abgeleitet sein. Ob der Beiname dieser Kapelle mit den Rössern zusammenhängt, sagt eine Quelle nicht.
Sie stehen vor der Kapelle Zu den Sieben Zufluchten, der sogenannten Roßacker-Kapelle. Die spätbarocke Saalkirche wurde 1737 bis 1739 nach einem Entwurf von Abraham Millauer erbaut. Das Altarbild malte Johannes Zick.
Du stehst vor einer kleinen Kirche, die Kapelle heißt Zu den Sieben Zufluchten. Man nennt sie auch Roßacker-Kapelle. Gebaut wurde sie vor langer Zeit, von 1737 bis 1739. Innen hat ein Maler namens Johannes Zick das große Bild über dem Altar gemalt. Und oben auf dem Dach sitzt ein kleiner Turm, in dem die Glocken hängen. Weißt du, warum Rosenheim Rosenheim heißt? Das weiß niemand genau. Vielleicht kommt es von einer Rose im Wappen, vielleicht von Rössern, also Pferden, die Schiffe flussaufwärts zogen. Was glaubst du?
Koordinaten: 47.854908912, 12.121718986 · auf der Karte