Sie stehen vor der Stadtbibliothek Pirna, Dohnaische Straße 76. Das Haus ist ein altes Bürgerhaus in der Altstadt. Seine Geschichte reicht bis zur Gründung der Stadt um das Jahr 1200 zurück und ist eng mit dem benachbarten Dominikanerkloster verbunden. Ob es zum Kloster gehörte und wozu es diente, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Aus den frühen Zeiten sind der Keller, der Gotische Saal und Teile des Obergeschosses erhalten. Schauen Sie im Gotischen Saal nach oben: Die Holzbalkendecke ist reich bemalt und stammt aus der Zeit kurz nach 1470. Von der alten Küche des Hauses sind nur noch Reste des Rauchabzugs, der sogenannten Schwarzküche, im Treppenhaus zu sehen. Die Bibliothek selbst hat eine eigene Geschichte. 1714 stiftete der Bürgermeister und Arzt Johann Heinrich Großmann seine über 1100 Bände zählende Sammlung der Kirchenbibliothek der Stadtkirche St. Marien. Er verfügte testamentarisch die Gründung einer öffentlichen Bibliothek. 1874 eröffnete der Stadtverein für Innere Mission eine Volksbibliothek mit 200 Bänden, 1900 zog sie ins Rathaus, 1914 ging sie mit 1600 Bänden in den Besitz der Stadt über. Ab 1928 hieß sie Stadtbücherei, 1930 bezog sie einen Neubau anstelle der alten Handelsschule. Am 19. April 1945 zerstörte ein Bombenangriff auch dieses Gebäude. Am 11. Oktober desselben Jahres eröffnete die Bücherei in der Breiten Straße 21 neu, mit 3600 erhaltenen Bänden. Seit 1955 trug sie den Namen Stadt- und Kreisbibliothek. Am 1. Juli 1993 übernahm die Stadt Pirna die Trägerschaft. Sechs Jahre später eröffnete die Bibliothek in der Dohnaischen Straße 76, wo sie heute noch sitzt. Dann kam das Jahrhunderthochwasser. Am 14. August 2002 bahnten sich Gottleuba und Elbe ihren Weg durch die Gemäuer. Im Dezember desselben Jahres öffnete die Bibliothek trotz der vielen Schäden provisorisch wieder, im August 2008 endgültig. Heute hat sie einen Bestand von über 60.000 Medien. Im Dachgeschoss liegt die Kinderbibliothek mit mehr als 10.000 Kindermedien. Beliebt sind dort die Lesenächte, bei denen man in der Bibliothek übernachtet.
Sie stehen vor der Stadtbibliothek Pirna, Dohnaische Straße 76. Sie ist in einem alten Bürgerhaus untergebracht, dessen Geschichte bis zur Stadtgründung um 1200 zurückreicht. Die Bibliothek hat über sechzigtausend Medien.
Du stehst vor einer Bibliothek in einem sehr alten Haus. Seine Geschichte reicht bis um 1200 zurück. Drinnen liegt ein Gotischer Saal mit einer bemalten Holzdecke von kurz nach 1470. Die Bibliothek hat über sechzigtausend Medien, allein im Dachgeschoss mehr als zehntausend für Kinder. Bei den Lesenächten übernachten Kinder hier. Im August 2002 flossen Gottleuba und Elbe durch das Haus. Wie lange, glaubst du, dauerte es, bis alles wieder in Ordnung war? Im August 2008 war die Bibliothek endgültig wieder offen.
Koordinaten: 50.963, 13.9397 · auf der Karte