Sie stehen vor der Klosterkirche St. Heinrich, der gotischen Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters am nordwestlichen Rand der Altstadt. Gegründet wurde es um 1300 vom Dominikanerkloster St. Pauli in Leipzig, 1307 wird es erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche wurde als langgestreckter, flachgedeckter Saalbau errichtet. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts baute man sie zu einer zweischiffigen Hallenkirche um. Das Äußere ist schlicht, geprägt von Strebepfeilern und Spitzbogenfenstern mit reichem Maßwerk. Die Westwand mit dem hohen Giebel ist völlig geschlossen. Drinnen tragen schlanke Achteckpfeiler die Gewölbe. Reste von Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert zeigen an der Ostwand das Jüngste Gericht und an der Südwand eine Muttergottes mit Stifter. Die Elbe war schon einmal bis hierher gekommen. Im August 1501 sorgte ein neuntägiger Regen in Böhmen für ein besonders schweres Hochwasser. In Pirna erreichte das Wasser die Kanzel und die Kante des Taufbeckens der Klosterkirche. Man markierte die Höhe mit einem roten Strich über dem Predigtstuhl. Dann kam die Reformation. 1537 quartierte man hier die restlichen aus dem Kloster Altzella vertriebenen Mönche ein. 1539 wurde Antonius Lauterbach, den der Stadtrat in Wittenberg gesucht hatte, Pfarrer der Stadt. Er bekam auch die Aufsicht über das Dominikanerstift. Die Visitatoren machten den Mönchen das Ordensleben beinahe unmöglich. Ende 1539 lebten sieben Mönche im Kloster, Ende 1542 nur noch vier. Es galt als das ärmste der verbliebenen sächsischen Klöster. 1540 zog die Knabenschule ins freigewordene Kloster um. Von den Klostergebäuden blieben das Kapitelsaalgebäude und Teile des Kreuzgangs. Im Kapitelsaalgebäude ist heute das Stadtmuseum Pirna untergebracht, das eigene Zeit braucht. Die Kirche wird seit ihrer Weihe 1957 von der katholischen Gemeinde genutzt, nachdem man Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigt hatte. Im Inneren steht ein Altar mit einem Kruzifix von Friedrich Press aus dem Jahr 1973. Die Orgel von 1962 fiel dem Hochwasser vom August 2002 zum Opfer, 2005 wurde eine neue geweiht.
Sie stehen vor der Klosterkirche St. Heinrich, der gotischen Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters. Das Kloster entstand um 1300. Erhalten sind Langhaus, Turm und Ansätze des Chores. Seit der Weihe 1957 nutzt die katholische Gemeinde die Kirche.
Du stehst vor einer alten Klosterkirche. Hier lebten Mönche vom Orden der Dominikaner, seit etwa 1300. Die Kirche hat ein hohes Gewölbe mit schlanken Pfeilern. Im August 1501 gab es in Böhmen neun Tage lang Regen, und die Elbe überschwemmte Pirna. In dieser Kirche stieg das Wasser bis zur Kanzel. Ein roter Strich über dem Predigtstuhl zeigt, wie hoch es stand. Kannst du dir vorstellen, wie das aussah? Später durften die Mönche kaum noch als Mönche leben. Von sieben Mönchen waren am Ende nur noch vier da. Heute ist es eine katholische Kirche.
Koordinaten: 50.96342, 13.939 · auf der Karte