Sie stehen vor der Andreaskapelle, die man auch Herrenkapelle nennt. Früher hieß sie auch Kreuzwegkapelle. Sie ist die größte der vier Kapellen im Hof des Doms. Ihr Inneres ist sonst nicht zugänglich, werktäglich finden dort Gottesdienste statt. Sie entstand im frühen 14. Jahrhundert als Grablege der Passauer Domherren. Damit gehört sie zu den frühesten deutschen Hallenkapellen. Sie ist eine dreischiffige Halle mit neun Jochen und einer kleinen rechteckigen Chorkapelle. Der Chor kam 1414 als Stiftung des Dompropstes Otto von Layming dazu. Er trägt auch den Namen Erasmuskapelle, und sein Netzgewölbe gilt als das älteste Netzrippengewölbe Ostbayerns. Nach dem Stadtbrand von 1662 wurde die Kapelle barockisiert, 1841 wurde sie wieder gotisiert. Bis 1960 war sie reich an Grabdenkmälern aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Bei der Restaurierung 1960 und 1961 kamen die meisten in die Ortenburgkapelle und in den Domhof. Im Inneren hängt ein monumentales romanisches Kruzifix von etwa 1190, bekannt als der große Herrgott. Es hat eine Reise hinter sich. Ursprünglich gehörte es dem Augustinerchorherrenstift St. Nikola und war Wallfahrtsziel. Das Kreuz wurde vermutlich seit dem frühen 15. Jahrhundert in der St.-Elisabeth-Spitalkirche verehrt, die zur Hofmark St. Nikola gehörte und in der Nähe des heutigen Bahnhofs stand. Die Franzosen demolierten diese Kirche 1809. Um 1850 kam das Kreuz in den neugotischen Hochaltar der Salvatorkirche, und seit 1962 hängt es hier. An der Südwand steht die überlebensgroße Steinfigur Salvator mundi von etwa 1450. Das Grabmal des Weihbischofs Albert Schönhofer von 1493 steht dem Meister des Kefermarkter Flügelaltars nahe. Die Orgel baute 1984 und 1985 die Firma Eisenbarth, ihr Prospekt zeigt den Apostel Andreas mit dem Andreaskreuz und dem Fischernetz. Das Buntfenster im Chor von Robert Rabolt zeigt sechs Sakramente. Die Ehe fehlt.
Sie stehen vor der Andreaskapelle, auch Herrenkapelle genannt, der größten der vier Kapellen im Hof des Doms. Sie entstand im frühen 14. Jahrhundert als Grablege der Passauer Domherren und ist eine der frühesten deutschen Hallenkapellen. Ihr Inneres ist sonst nicht zugänglich.
Diese Kapelle ist die größte der vier Kapellen im Hof des Doms. Sie wurde als Grabkapelle für die Domherren gebaut. In ihr hängt ein riesiges Kreuz mit dem gekreuzigten Jesus, der große Herrgott. Es ist von etwa 1190, also über 800 Jahre alt. Und es ist viel herumgekommen. Erst gehörte es einem Stift, das St. Nikola hieß, dann hing es vermutlich in einer Spitalkirche, die 1809 von den Franzosen demoliert wurde. Um 1850 kam es in die Salvatorkirche, und seit 1962 hängt es in dieser Kapelle. Wie viele Orte sind das?
Koordinaten: 48.5744, 13.4658 · auf der Karte