
Zwei Türme aus bräunlichem Naturstein stehen nebeneinander, beide mit grünen Kupferdächern und Kreuz. Der linke ist schmaler und mit Reihen kleiner Rundbogenfenster gegliedert. Der rechte ist breit und quadratisch, mit schmalen Spitzbogenfenstern und steilem Pyramidendach. Zwischen ihnen liegen ein Giebel mit kleinen Bogenfenstern und darunter ein großes Rosettenfenster. Davor liegen Hausdächer.
Willkommen in Osnabrück. Wir beginnen am Dom St. Peter, denn mit ihm beginnt die Stadt. Sie entstand im Frühmittelalter um den Sitz eines Bischofs, an einem Knotenpunkt alter Handelsstraßen. Das Bistum wurde 780 gegründet, zur Zeit der Sachsenkriege Karls des Großen. 783 besiegte Karl bei Osnabrück den Sachsenherzog Widukind, danach wurden die Sachsen christianisiert. Um 785 weihte man die erste Kirche. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 701, die Baugeschichte des Doms kennt die erste Kirche seit 785. Um den Bischofssitz lag die Domburg, ein Siedlungskern mit Wällen und Wassergräben. Gegen Ende des neunten Jahrhunderts überfielen Normannen die Stadt und zerstörten Domburg und Kirche. Um 900 wurde der Stützpunkt der Mission wieder aufgebaut. Im elften Jahrhundert folgte eine Basilika, von der noch Mauerwerk im unteren Teil der Westfassade steht. Darüber sitzt das große Rosenfenster, das zwischen 1305 und 1350 eingebaut wurde. Um 1100 brannte die Domkirche, und die Bischöfe verlegten ihren Sitz nach Schloss Iburg. Ab dem zwölften Jahrhundert baute man den Dom nach und nach zu seiner heutigen Größe aus. 1218 begann man, das Schiff umzugestalten, 1272 war das Langhaus fertig. Achten Sie nun auf das, was diesen Dom ausmacht. Außen haben Türen und Fenster Rundbögen, wie es für die Romanik typisch ist. Innen aber sind alle Gewölbe Rippengewölbe mit Spitzbögen, wie in der Gotik. Strebebögen brauchte man nicht, weil die Schubkräfte so tief ansetzen. Schauen Sie jetzt zu den Türmen. Bis etwa 1500 standen im Westen zwei gleich große romanische Türme. Von 1509 bis 1544 ersetzte man den südlichen durch den größeren gotischen. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Brandbomben das Dach mit den barocken Turmhauben. Beim Wiederaufbau bekamen die Türme niedrige Pyramidendächer, die den romanischen Charakter betonen. Das Osnabrücker Rad stürzte am 13. September 1944 vom Südturm. Es steht seitlich des Doms. Drinnen ist das Triumphkreuz von etwa 1230 das älteste Ausstattungsstück neben dem Taufbecken. Die Christusfigur aus Eichenholz ist 3,85 Meter hoch.
Sie stehen vor dem Dom St. Peter, der Kathedrale des Bistums Osnabrück. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde um 785 geweiht. Der heutige Dom ist spätromanisch und prägt seit seiner Entstehung die Silhouette der Stadt. Hauptpatron ist der heilige Petrus.
Du stehst vor dem Dom von Osnabrück. Schon um das Jahr 785 wurde hier eine Kirche geweiht, vor mehr als tausend Jahren. Sie brannte ab, wurde wieder aufgebaut und später immer wieder verändert. Sieh dir die Türen und Fenster an: Sie haben runde Bögen. Drinnen sind die Bögen an der Decke spitz. Im Zweiten Weltkrieg verbrannte das Dach des Doms. Ein Rad stürzte vom Südturm und steht jetzt neben dem Dom. Findest du es?
Koordinaten: 52.277569, 8.044722 · auf der Karte