
Sie stehen am Pferdemarkt, wo die Nordhäuser Synagoge stand. Sie wurde 1843 bis 1845 errichtet und 1938 zerstört. Eine jüdische Gemeinde bestand in Nordhausen schon im Mittelalter. 1290 wurden erstmals Juden in Nordhausen genannt, und eine erste Synagoge befand sich bereits um 1300 in der Hütergasse. Nach einer Plünderung der Synagoge um 1324 zog die Gemeinde in die Jüdenstraße, die davon ihren Namen erhielt. Bei den Judenverfolgungen während der Pest wurde die Synagoge vermutlich erneut geplündert. 1421 wurde die Synagoge in der Jüdenstraße als Judenschule bezeichnet. Im Rahmen der Preußischen Reformen wurde die Jüdische Gemeinde Nordhausen 1813 neu gegründet und richtete einen Betsaal in der Ritterstraße 4 ein. 1839 erlaubte der preußische König Friedrich Wilhelm III. der Gemeinde den Bau einer Synagoge. Sie entstand von 1843 bis 1845 auf dem Pferdemarkt, Hausnummer 10. Die Einweihung war am 12. September 1845, durch Levi Herzfeld, den braunschweigischen Landesrabbiner aus Ellrich. Die Einweihungspredigt hatte den Titel Die religiöse Reform und wurde gedruckt. 1888 wurde die Synagoge umfassend renoviert, die Wiedereinweihung war am 17. August 1888. In den Novemberpogromen 1938 wurde sie zerstört. Sie wurde aufgebrochen, Mitglieder des NS-Fliegerkorps verteilten Brandbeschleuniger im Innenraum und zündeten das Gebäude an. Auch das Gemeindehaus wurde aufgebrochen. Kantor Kurt Singer und sein Vater wurden aufgeweckt, nach der Durchsuchung des Hauses wurden die Bücher der Gemeindebibliothek in die Flammen geworfen. Kantor Singer wurde in die brennende Synagoge gestoßen, und die Türen wurden verschlossen. Nachdem er fast erstickt war, konnte er das Gebäude eine halbe Stunde später wieder verlassen. 1998 wurde am Pferdemarkt, an der Ecke Hagen und Wolfstraße, ein Gedenkstein aufgestellt. Auf ihm steht, die Synagoge sei unweit dieser Stelle gestanden, geweiht 1845, zerstört in der Pogromnacht am 9. November 1938. Die Inschrift endet: Vergesst es nie.
Sie stehen am Pferdemarkt, wo die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Nordhausen stand. Sie wurde 1843 bis 1845 gebaut, am 12. September 1845 eingeweiht und im Novemberpogrom 1938 zerstört. Seit 1998 erinnert hier ein Gedenkstein.
Du stehst am Pferdemarkt. Hier stand die Synagoge von Nordhausen. Eine Synagoge ist das Gebetshaus der Juden. In Nordhausen lebten schon im Mittelalter Juden, 1290 werden sie zum ersten Mal erwähnt. Die Synagoge am Pferdemarkt wurde 1845 eingeweiht. In der Pogromnacht 1938 wurde sie zerstört. Das Gebäude wurde angezündet. An dieser Stelle steht heute ein Gedenkstein, aufgestellt 1998. Auf dem Stein steht: Vergesst es nie. Such den Gedenkstein und lies, was darauf steht.
Koordinaten: 51.50359, 10.79357 · auf der Karte