Sie stehen vor der Theatinerkirche, und sie steht hier wegen eines Versprechens. 1659 legte Henriette Adelheid von Savoyen, die Frau von Kurfürst Ferdinand Maria, ein Gelübde ab: Für die Geburt eines Erbprinzen wollte sie die schönste und wertvollste Kirche errichten lassen. Am 11. Juli 1662 kam der Kurprinz zur Welt. Agostino Barelli aus Bologna bekam den Auftrag, am 29. April 1663 wurde der Grundstein gelegt, auf der Nordostecke des Kreuzviertels, direkt an Stadtmauer und Schwabinger Tor, gegenüber der Residenz. Dann begann der Ärger. Während der Rohbauarbeiten geriet Barelli mit seinem Bauleiter Antonio Spinelli aneinander, der selbst Theatiner und Beichtvater der Kurfürstin war. Barelli wurde vorübergehend entlassen, vollendete den Rohbau und verließ München. Enrico Zuccalli übernahm die künstlerische Leitung. Von ihm stammt das, was Sie von weitem sehen: die Form der 71 Meter hohen Tambourkuppel und später die der beiden 65 Meter hohen Türme. Die Schnecken unter den Turmhelmen sind von der Kuppel von Santa Maria della Salute in Venedig angeregt. Schauen Sie ganz nach oben, auf die Laterne der Kuppel. Als Wetterfahne trägt sie einen Löwen. Die Maße des Hauptschiffs: 72,50 Meter lang, 15,50 Meter breit, 28,55 Meter hoch. Die Kuppel wurde mit knapp 18 Metern Durchmesser etwas kleiner ausgeführt als zuerst geplant. Geweiht wurde am 11. Juli 1675, am Geburtstag des Sohnes, obwohl die Kirche noch im Rohbau stand. Henriette von Savoyen starb 1676 und hat die Fertigstellung nicht erlebt. Die Türme errichtete Zuccalli zwischen 1684 und 1692, die Innenausstattung war 1688 vollendet. Und jetzt die Fassade, denn sie ist der längste Teil der Geschichte. Sie blieb lange unvollendet. Erst rund hundert Jahre nach der Weihe, 1765, entwarf François de Cuvilliés der Ältere eine Fassade im Rokokostil, die sein Sohn vollendete. Hundert Jahre für eine Vorderseite. Auch die Farbe ist bis heute Diskussionsthema. Im 18. Jahrhundert war die Fassade gelb, in der Klenze-Zeit beim Bau der Ludwigstraße grau, ab Mitte des 19. Jahrhunderts wieder gelb. Historiker hatten Hinweise, dass das Gebäude ursprünglich grau in einem sandsteinfarbenen Ton gestaltet war. Bei der Restaurierung von 2001 bis 2019 wurde der gelbliche Ocker-Ton beibehalten. Als ehemalige Hofkirche ist die Theatinerkirche Eigentum des Freistaats Bayern, und der entscheidet. Das Kloster hob Kurfürst Max IV. Joseph am 26. Oktober 1801 auf, schon vor der Säkularisation. In das Konventgebäude zogen die Departements für Finanzen, Justiz und Geistliche Sachen ein. Seit 1954 betreuen Dominikaner die Kirche.
Sie stehen vor der Theatinerkirche, offiziell St. Kajetan und Adelheid. Die Grundsteinlegung war am 29. April 1663, geweiht wurde sie 1675. Sie ist die erste im Stil des italienischen Hochbarocks erbaute Kirche in Altbayern. Die Kuppel ist 71 Meter hoch, die beiden Türme 65 Meter.
Diese Kirche steht hier wegen eines Versprechens. Eine Fürstin wünschte sich sehr ein Kind, einen Sohn. Sie versprach: Wenn er kommt, lasse ich die schönste Kirche bauen, die es gibt. Geweiht wurde die Kirche genau an seinem dreizehnten Geburtstag, obwohl sie noch gar nicht fertig war. Schau nach oben auf die große Kuppel, 71 Meter hoch. Oben auf der Laterne sitzt eine Wetterfahne in Form eines Löwen. Über die Farbe der Kirche streiten die Leute bis heute: Jetzt ist sie gelb, früher war sie auch schon grau.
Koordinaten: 48.141944444, 11.576388888 · auf der Karte