Stadtohr

Stadtrundgang Mannheim · Station 12 von 16

Reiss-Engelhorn-Museen

1957 · museum, sammlung, stiftung, museumsverbund

Reiss-Engelhorn-Museen
Foto: siehe Dateiseite, siehe Dateiseite · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen bei den Reiss-Engelhorn-Museen, abgekürzt rem, einem Museumsverbund, der mehrere Museen, Kulturinstitute und Forschungseinrichtungen betreibt. Er ist ein kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Mannheim. Die Ursprünge der Sammlungen liegen im 18. Jahrhundert, in der Zeit der Kurfürsten Carl Philipp und Carl Theodor. 1859 gab es einen Mannheimer Altertumsverein; im 19. Jahrhundert verband man dessen Bestände mit denen des großherzoglichen Antiquariums zu den vereinigten Altertumssammlungen. 1905 eröffnete das Stadtgeschichtliche Museum, 1926 das Schlossmuseum. Alle kurfürstlichen, großherzoglichen und badischen Sammlungen wurden der Stadt überlassen. Dann der Name. Der Mannheimer Unternehmer Carl Reiß, 1843 bis 1914, übertrug 1913 im Einvernehmen mit seiner Schwester Anna sein gesamtes Vermögen testamentarisch der Stadt, zur Errichtung eines Reiß-Museums. Es konnte erst nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau des Zeughauses verwirklicht werden: 1957. Der Industrielle Curt Engelhorn, 1926 bis 2016, gründete 2001 mit seiner Frau Heidemarie die Curt-Engelhorn-Stiftung, die das Museum mit etwa 25 Millionen Euro unterstützt. Daraufhin hieß es Reiss-Engelhorn-Museen. 2014 wurde die rem gGmbH gegründet. Heute gehören dazu das Museum Zeughaus im Quadrat C 5, das Museum Weltkulturen in D 5 in einem 1988 errichteten Neubau, das Museum Bassermannhaus und das Museum Schillerhaus in B 5. Dort dokumentiert eine multimediale Inszenierung das Leben Friedrich Schillers, der von Juli 1783 bis April 1785 in Mannheim lebte. Dazu kommt das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie, ein Speziallabor für Materialanalysen und Datierungen. Im Januar 2023 wurde am Toulonplatz das Peter und Traudl Engelhornhaus eröffnet, mit Ausstellungen zu Foto- und Glaskunst, durch eine Spende von 10,5 Millionen Euro. Die Besucherzahlen schwanken seit Jahren zwischen 200.000 und 300.000. Ein Teil der Bestände hat eine umstrittene Herkunft. Das Museum Weltkulturen besitzt die Bumiller-Sammlung mit über 1000 Objekten der Massai, die 1920 die Witwe des Militärs Theodor Bumiller der Stadt übergab. Bumiller ist für Plünderungen in Deutsch-Ostafrika bekannt. Allein aus Kamerun gibt es 1789 Inventarnummern.

Kurzfassung

Sie stehen bei den Reiss-Engelhorn-Museen, einem Museumsverbund der Stadt Mannheim. Das Reiß-Museum wurde 1957 im wiederaufgebauten Zeughaus eingeweiht, aus dem Vermögen des Unternehmers Carl Reiß. Seit der Stiftung von Curt Engelhorn trägt der Verbund beide Namen.

Für Kinder

Du stehst bei den Reiss-Engelhorn-Museen. Das sind mehrere Museen in einem Verbund. In einem kannst du das Leben des Dichters Friedrich Schiller entdecken, der von 1783 bis 1785 in Mannheim lebte. Ein anderes zeigt Musikinstrumente und Kunst. Die Sammlungen reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der Name kommt von zwei Männern, die Geld gaben: Carl Reiß und Curt Engelhorn. Jedes Jahr kommen 200.000 bis 300.000 Besucher. Welches Museum würdest du als erstes besuchen?

Quellen

Koordinaten: 49.4889, 8.46212 · auf der Karte

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