Stadtohr

Stadtrundgang Lüdenscheid · Station 10 von 14

Stadtbücherei Lüdenscheid

1857 · bibliothek, bildung, stadtgeschichte

Ein hohes, gelb verputztes Gebäude. Der Mittelteil tritt vor, oben sitzen drei Rundbogenfenster, darunter zwei kleinere Fenster und ein Eingang mit Glastür unter einem kleinen Vordach. Die Seitenteile haben schlichte, kleine Fenster. Rechts schließt ein weißes Haus mit dunklem Dach und weiß gerahmten Fenstern an. Davor liegt ein Platz mit rotbraunem Pflaster.
Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein hohes, gelb verputztes Gebäude. Der Mittelteil tritt vor, oben sitzen drei Rundbogenfenster, darunter zwei kleinere Fenster und ein Eingang mit Glastür unter einem kleinen Vordach. Die Seitenteile haben schlichte, kleine Fenster. Rechts schließt ein weißes Haus mit dunklem Dach und weiß gerahmten Fenstern an. Davor liegt ein Platz mit rotbraunem Pflaster.

Ausführlich

Sie stehen vor der Stadtbücherei Lüdenscheid. Sie liegt im östlichen Teil der Innenstadt, unweit der Einkaufszone Wilhelmstraße und des Rathauses. Ihre Vorgängerin, die „Volksbibliothek der Stadt Lüdenscheid“, wurde am 10. Mai 1857 eröffnet. Mit dem Anspruch, allen Bevölkerungsschichten offenzustehen, war sie eine der älteren Bibliotheken in Deutschland. Gegründet wurde sie auf Initiative kulturell interessierter Bürger, in einer Stadt, die damals nur 5.000 Einwohner zählte. Eine Sammlung brachte 90 Taler und 20 Silbergroschen ein, dazu Buchgeschenke. Damit konnte die Bücherei mit 380 Bänden die Ausleihe beginnen. Weil sie eine private Einrichtung war, lebte sie von Ausleihgebühren und Spenden. Ab 1868 besserten musikalische und wissenschaftliche Vorträge die Einnahmen auf. Das ermöglichte 1907 eine Lesehalle mit 47 laufenden Zeitungsabonnements. Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Volksbibliothek in städtische Trägerschaft über. Durch den Versand von Bücherkisten an die Front und angeordnete „Säuberungen“ in der Zeit des Nationalsozialismus wurden bis 1945 große Lücken in die Bestände gerissen. 1951 wurde das 1936 von der Stadt gekaufte Gebäude gründlich renoviert und umgestaltet. Die alte Thekenbücherei wandelte sich in eine moderne Freihandbücherei. Ende der 1980er Jahre kam ein größerer Anbau hinzu, 2007 feierte die Bücherei ihr 150-jähriges Bestehen. In der Stadtbücherei stehen rund 130.000 Medien bereit. Im Jahr 2012 liehen etwa 6400 Kinder und Erwachsene rund 340.000 Bücher und andere Medien aus. Rund 55 Prozent der Kundschaft waren damals unter 25 Jahre alt. Ausgeliehen werden können neben Büchern und Zeitschriften auch DVDs, Blu-rays, CDs, Konsolenspiele, Gesellschaftsspiele, Bilder und Noten. Im Eingangsbereich gibt es ein Lesecafé, und regelmäßig finden Lesungen, Filmnachmittage, Kinderprogramme und Ausstellungen statt.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Stadtbücherei. Ihre Vorgängerin, die Volksbibliothek der Stadt Lüdenscheid, wurde am 10. Mai 1857 eröffnet. Sie wollte allen Bevölkerungsschichten offenstehen und war eine der älteren Bibliotheken in Deutschland. 2007 feierte sie ihr 150-jähriges Bestehen.

Für Kinder

Das ist eine Bücherei, und sie ist sehr alt. Schon am 10. Mai 1857 wurde ihre Vorgängerin eröffnet. Damals lebten in Lüdenscheid nur 5.000 Menschen. Es gab 380 Bände, die man ausleihen konnte. Heute stehen rund 130.000 Medien bereit. Man kann nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch Gesellschaftsspiele und Konsolenspiele. Wie viele Bücher hast du schon gelesen?

Quellen

Koordinaten: 51.2164, 7.63455 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.