
Ein kleines Mausoleum aus rotbraunem Stein mit einem grünen Kupferdach in Kuppelform, das ein Kreuz trägt. Die Vorderseite öffnet sich in Rundbögen, die mit Eisengittern geschlossen sind. Es steht hinter Hecken und Nadelgehölzen an einem schmalen, hellen Weg. Im Vordergrund ragen links und rechts dicke Baumstämme auf, links ein hoher grauer Grabstein.
Sie stehen vor dem Mausoleum der Familie Selve auf dem alten evangelischen Friedhof, Mathildenstraße 29. Im September 1889 lobte der Altenaer Unternehmer Gustav Selve einen Wettbewerb unter den Mitgliedern des Architekten-Vereins zu Berlin aus. Gesucht war der Entwurf eines Erbbegräbnisses für die Familie. Gustavs Vater, Hermann Dietrich Selve, hatte 1861 im Versetal bei Bärenstein das Metallwalzwerk Basse & Selve gegründet, das Gustav zu einem bedeutenden Konzern ausbaute. Die Vorgaben: ein Bau in Hallenform, sechs gemauerte Grüfte, Schmuckanlagen ringsum, Baukosten höchstens 15.000 Mark. Für die Gewinner waren Preisgelder von 350 und 150 Mark ausgesetzt. Entwürfe reichten unter anderem Emil Hoffmann, Otto Schmalz, Rudolf Speer und das Büro von Gustav Erdmann und Ernst Spindler ein. Ausgeführt wurde der Entwurf von Eduard Endell. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Die Ausführung wird auf 1893 datiert, Wikidata nennt 1909. Schauen Sie auf den Bau. Er ist dreiseitig geschlossen, neubarock, auf quadratischem Grundriss, aus Buntsandstein gemauert und mit einer Haube aus Kupferblech gekrönt. Die beiden Seitenwände durchbrechen bogenförmige, kunstvoll gestaltete Buntglasfenster, in der Rückwand sitzt ein kleineres rundes Fenster. Innen liegt ein Mosaikboden. Dort stehen die Marmorbüsten der männlichen Familienmitglieder, auch die von Hermann Dietrich Selve. Sie stammt von Luigi Calderini, dem Bildhauer, dem wir am Selve-Brunnen begegnet sind. Im Juli 1987 wurde das Gebäude durch Vandalismus stark beschädigt. Säulen wurden umgestürzt, Marmorbüsten zerbrochen. Man renovierte umfangreich, restaurierte die Buntglasfenster und versah sie mit einer Schutzverglasung. Auch die zerstörte Büste Hermann Dietrich Selves wurde restauriert. Den Zugang sichern seither Eisengitter. Im April 1988 beantragte die Erbengemeinschaft Selve den Denkmalschutz, und am 6. Juli 1988 wurde das Mausoleum unter der laufenden Nummer 79 in die Denkmalliste aufgenommen.
Sie stehen vor dem Mausoleum der Familie Selve auf dem alten evangelischen Friedhof an der Mathildenstraße 29. Der neubarocke Bau geht auf einen Architektenwettbewerb von 1889 zurück. Seit dem 6. Juli 1988 steht er unter Denkmalschutz.
Hier stehst du vor einem Grabmal. Es gehört der Familie Selve, einer Familie von Unternehmern. Das Gebäude ist aus Buntsandstein gemauert, und obendrauf sitzt eine Haube aus Kupferblech. Innen stehen Büsten aus Marmor, Köpfe und Schultern von Männern der Familie. Im Juli 1987 haben Vandalen Säulen umgestürzt und Büsten zerbrochen. Danach wurde alles wieder instand gesetzt, und der Zugang wurde mit Eisengittern gesichert. Warum, glaubst du, hat man Gitter davor gesetzt?
Koordinaten: 51.2239, 7.6273 · auf der Karte