Sie stehen vor dem MIK, dem Museum Information Kunst. Ein Haus, das viele Rollen hatte. 1731 baute es der Kirchenrat als Verwaltungsbau und Fruchtkasten. Später war es Landvogtei, dann Wohnhaus des Regierungspräsidenten. Von 1855 bis 1887 nutzten Postamt und Zollamt seine Räume. Ab 1890 war hier das Oberamt, und bis 1957 das Landratsamt. Im ersten Stock führt heute eine Empore zu den Räumen des Ludwigsburg Museums. Dann wurde es umgebaut. Das Architekturbüro Lederer, Ragnarsdóttir und Oei plante den Umbau und einen modernen Anbau, sieben Jahre dauerten Planung und Bau. Am 22. November 2011 feierte man Richtfest. Das Haus hat 2300 Quadratmeter Nutzfläche, davon 1270 Quadratmeter öffentliche Räume. Es kostete rund 8,3 Millionen Euro, bei einem Förderbudget von 5,5 Millionen. Die Eröffnung war am 12. Mai 2013, dem internationalen Museumstag. Der Kunstverein zeigte dazu die erste Ausstellung des chinesischen Künstlers Liu Bolin in Deutschland. In seiner Fotoserie Hiding in the City passt er seine eigene Gestalt dem Hintergrund an, bis sein Körper und der Hintergrund ineinander übergehen. Schauen Sie sich die Gestaltung an. Die Außenfassade ist weiß gestrichen, im Gegensatz zu den anderen Barockhäusern der Innenstadt, deren Fassaden zumeist pastellgelb sind. Auch innen sind die Wände weiß. Ein hellweißer Anstrich der neuen Wände kontrastiert mit dem grauweißen, unregelmäßigen Putz der alten Mauern. Die Fußböden bestehen aus poliertem schwarzem Asphalt. Den Eingang beherrscht ein hoher Lichthof über alle Stockwerke. Im Untergeschoss liegt ein länglicher Gewölbekeller mit barocker Gewölbeform, den der Kunstverein als Ausstellungsraum nutzt. In einem zweiten Raum dort unten ist die Decke wellenförmig gestaltet. Die Wellen werden von einem Ende zum anderen immer höher, wie Brandungswellen an einem Strand.
Sie stehen vor dem MIK, dem Museum Information Kunst. Das Haus wurde 1731 als Verwaltungsbau vom Kirchenrat erbaut. Heute sind hier das Ludwigsburg Museum, der Kunstverein, die Touristinformation und ein Café untergebracht. Auffällig ist die weiße Fassade zwischen meist pastellgelben Barockhäusern.
Dieses Haus ist fast dreihundert Jahre alt. 1731 wurde es gebaut, zuerst für die Verwaltung. Später war es eine Post, ein Zollamt und das Landratsamt. Heute findest du hier ein Museum, ein Café und die Touristinformation. Schau auf die Fassade: Sie ist weiß, die anderen Barockhäuser in der Innenstadt sind meistens pastellgelb. Im Haus ist der Boden aus schwarzem Asphalt, glatt poliert. Und im Keller gibt es einen Raum mit einer Decke, die aussieht wie Wellen am Strand. Sie werden immer höher. Magst du das Meer?
Koordinaten: 48.8963, 9.1927 · auf der Karte