Sie stehen vor der Stadtkirche St. Sebastian am Bischofsplatz, einer denkmalgeschützten katholischen Kirche. Sie ist Teil des angrenzenden Bischöflichen Ordinariats und war die Klosterkirche des Franziskanerklosters. Heute ist sie Filialkirche der Dompfarrei St. Georg. Wann genau die Franziskaner sie bauten, lässt sich nicht mehr sagen. Vermutlich war es zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Zuvor, 1252, nutzten sie eine hölzerne Kirche. Den Neubau ermöglichten Zuwendungen der wohlhabenden Limburger Bürgerschaft. Schauen Sie auf das Dach: Einen Kirchturm gibt es nicht. Die Kirche ist in der Bausubstanz eine gotische dreischiffige Basilika mit langem, polygonal schließendem Chor, einfach gehalten, wie es die Regel des Ordens verlangt, im Stil einer Bettelordenskirche. Statt eines Turmes trägt sie einen Dachreiter mit einer Glocke. Das Langhaus hat sechs Joche. Da die Kirchenschiffe flach gedeckt waren, konnte man auf Strebepfeiler verzichten. Der Chor ist so breit wie das Mittelschiff und hat große Maßwerkfenster. Ein großes, fünfteiliges Maßwerkfenster prägt auch die Westfassade. Reichere Verzierungen kamen erst 1742, bei der Barockisierung. Das Äußere behielt seine schlichte Gestalt. Der Architekt Martin Ulrich beschränkte den Umbau vor allem auf die Einwölbung des Langhauses und die Stuckierung der Wand- und Deckenflächen. Das gotische Gerüst mit weit gespannten Arkaden über schlanken Rundpfeilern blieb. Im Mittelschiff sehen Sie eine farbig gefasste Spiegeldecke und reichen Stuck von Bruder Angelus Homburg. Im Zentrum des Bildprogramms steht die Maria Immaculata. In den Eckmedaillons erscheinen die Ordensheiligen Franziskus, Antonius, Bernhardin und Kapistran, in der Mitte die Heiligen Elisabeth und Sebastian, und acht Engel stützen das Gewölbe. Die Holzdecken der Seitenschiffe sind mit Bildern franziskanischer Heiliger bemalt. Aus dem Mittelalter ist wenig geblieben: ein Weihekreuz an der Westseite, eine gotische Wandmalerei mit einer Muttergottes im nördlichen Seitenschiff und die Grabplatte Johann von Isenburgs, der 1312 starb, an der Chornordwand. Zwischen 1820 und 1830 wurde das Inventar fast vollständig ausgeräumt. Der gotisierende Hochaltar entstand 1891, ein Geschenk an Bischof Karl Klein zu dessen goldenem Priesterjubiläum. Die Orgel baute 1970/71 die Firma Klais, den Prospekt von 1686 hatte der Franziskanerpater Adam Öhninger geschaffen.
Sie stehen vor der Stadtkirche St. Sebastian am Bischofsplatz, der Kirche des früheren Franziskanerklosters. Sie wurde vermutlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts gebaut und ist eine gotische Basilika ohne Turm, nur mit Dachreiter. Innen ist sie seit dem barocken Umbau von 1742 mit Stuck geschmückt.
Das ist die Stadtkirche. Die Franziskaner haben sie gebaut, vermutlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Weil ihr Orden einfach lebte, sollte auch die Kirche einfach sein. Deshalb hat sie keinen Turm, sondern nur einen Dachreiter mit einer Glocke. Findest du ihn? Drinnen ist die Kirche viel reicher geschmückt, seit dem Umbau von 1742. Im Gewölbe sind Heilige dargestellt, und acht Engel stützen es. Zähl die Engel, wenn du hineingehst.
Koordinaten: 50.387537, 8.066317 · auf der Karte