Sie stehen vor der Burg Limburg, die man auch das Limburger Schloss nennt, einer mittelalterlichen Felsenburg. Sie liegt hinter dem Dom auf dem Kalkfelsen, dem Domberg, hoch über der Lahn, und überragt die Altstadt. Funde lassen darauf schließen, dass hier schon um 500 v. Chr. eine keltische Siedlung lag. Ihr Zentrum war der heutige Domplatz. Seit der Merowingerzeit, spätestens aber um das Jahr 800, gab es hier eine Burganlage, die als Straßensicherung an einem Lahnübergang diente. Im 9. Jahrhundert residierten die Gaugrafen im Auftrag der fränkischen Könige hier, im 10. Jahrhundert gehörte die Anlage den Konradinern, die 910 innerhalb der Festung das Stift St. Georg gründeten, den heutigen Dom. Bis ins 13. Jahrhundert wohnten auch die Kanoniker des Stifts auf der Burg. Ab dem 13. Jahrhundert nahm der Ostteil als Wohnung der Herren von Limburg schlossähnliche Züge an. Der Rest diente den Burgmannen als Wohnsitz. Nach dem Aussterben der Konradiner fiel die Burg an das Haus Isenburg, im 14. Jahrhundert an Kurtrier. Sie war Verwaltungsmittelpunkt für Limburg und die umliegenden kurtrierischen Besitzungen. 1802 kam sie an Nassau-Weilburg, 1806 an das Herzogtum Nassau und 1866 an Preußen. Ab da stand sie teilweise leer. 1883 entstand im Saalbau eine Gewerbeschule. Im Februar 1929 brannte der spätgotische Saalbau aus. Er wurde 1934 und 1935 rekonstruiert, und 1945 übernahm das Land Groß-Hessen das Bauwerk. 1995 wollte das Land Hessen die Burg an einen privaten Investor verkaufen. Das löste massiven öffentlichen Protest aus. 23 Bürger gründeten einen Förderverein, der verhindern wollte, dass ein Wahrzeichen der Stadt privatisiert wird. Im Jahr 2000 kaufte die Stadt Limburg die Anlage für den symbolischen Preis von einer D-Mark. Schauen Sie auf die Gebäude, die einen zur Lahn hin offenen Hof umgeben. Der Wohnturm entstand vermutlich um 1250 unter Gerlach I. von Limburg. Er misst etwa 11 mal 10,5 Meter und hat drei Geschosse über einem Gewölbekeller. Die Kapelle St. Peter stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist der älteste erhaltene Teil der Burg. Hervorstechend ist ein frühgotisches Wandgemälde des heiligen Christophorus von etwa 1300. Der große Saalbau entstand nach 1379, sein Saal im ersten Stock misst 7,3 mal 29 Meter. Der sogenannte Renaissancebau im Norden stammt von etwa 1600, ein Fachwerk mit fränkischen Erkern und geschweiften Giebeln. Heute dienen einige Räume als Stadtarchiv und der Dommusik.
Sie stehen vor der Burg Limburg, dem Limburger Schloss, einer mittelalterlichen Felsenburg auf dem Domberg hoch über der Lahn. Eine Burg gab es hier spätestens um 800. Das Land Hessen wollte sie 1995 verkaufen, Bürger protestierten, und im Jahr 2000 kaufte sie die Stadt für eine D-Mark.
Das ist die Burg Limburg, die man auch Limburger Schloss nennt. Sie steht auf dem Felsen hinter dem Dom. Funde zeigen, dass hier schon um 500 vor Christus eine keltische Siedlung lag. Spätestens um das Jahr 800 gab es hier eine Burg, die einen Übergang über die Lahn sicherte. Im Februar 1929 brannte ein Saalbau ab und wurde danach wieder aufgebaut. 1995 wollte das Land Hessen die Burg an einen Investor verkaufen. Viele Bürger protestierten. Im Jahr 2000 kaufte die Stadt sie für eine D-Mark. Was meinst du, warum wollten die Limburger das?
Koordinaten: 50.3883, 8.0677 · auf der Karte