Sie stehen am ehemaligen Franziskanerkloster am Bischofsplatz. Es bestand von etwa 1232 bis 1813. Seine Kirche ist die heutige Stadtkirche, und die Klostergebäude dienen seit 1827 dem Bistum Limburg als Wohnsitz des Bischofs und als Diözesanverwaltung. Die Franziskaner, Angehörige eines Bettelordens, den man auch die Barfüßer nennt, ließen sich um 1232 in Limburg nieder. 1252 nutzten sie zunächst eine hölzerne Kirche. Den Neubau Anfang des 14. Jahrhunderts ermöglichten Zuwendungen der wohlhabenden Limburger Bürgerschaft. Im 15. Jahrhundert schlossen sich die Limburger Franziskaner der strengeren Observanzbewegung an und übertrugen ihren gesamten Besitz dem Erzbischof von Trier. Die Reformation führte zwischen 1577 und 1582 zur Schließung des Klosters. Es wurde dann aber weitergeführt und nahm im 17. Jahrhundert einen bedeutenden Aufschwung. Es erwarb Gärten und Häuser auf der Südseite des Roßmarktes und entlang der Stadtmauer, hatte ein Noviziat und betrieb eine Lateinschule, eine Brauerei und eine Tuchfabrik mit Färberei. 1813 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation erneut geschlossen. Die Kirche übernahm der Staat und erklärte sie 1820 zur Stadtkirche. Schon ab 1794 war in Teilen des Klosters das kurtrierische Hofgericht untergebracht, das vor den Franzosen aus Koblenz geflohen war. Zwischen 1816 und 1830 beherbergten der Ost- und der Südostflügel die herzoglich-nassauische Münzprägeanstalt, mit einer Wohnung für den Münzmeister. Seit 1827 nutzt das in diesem Jahr gegründete Bistum die Gebäude. Schauen Sie auf die Fassade zum Bischofsplatz. Die Gebäude erhielten ihre heutige Form zwischen 1737 und 1743. Herzstück ist der ehemalige mittelalterliche Kreuzgang südlich der Kirche. Die Flügel haben drei Stockwerke mit gleichmäßigen Fensterachsen und hohen Dächern. Die Fassade zum Bischofsplatz zeigt sieben Fensterachsen mit schlichten Werksteinrahmungen. Auf dem diamantierten Schlussstein des Portals steht die Jahreszahl 1738. Die Bauten der Barockzeit sind in sehr schlichten Formen ausgeführt, auf Schmuckformen und Repräsentationsräume wurde weitgehend verzichtet. Die gotischen Kreuzganggewölbe ersetzte man durch barocke Tonnengewölbe, nur im Erdgeschoss der südwestlichen Ecke blieben zwei tief herabgezogene gotische Gewölbe, vermutlich einst Teil des mittelalterlichen Klosterbrauhauses. Der Hofeingang trägt ein Hochrelief des reitenden Georg, das Arnold Hensler 1932 entworfen hat.
Sie stehen am ehemaligen Franziskanerkloster am Bischofsplatz. Die Franziskaner ließen sich um 1232 in Limburg nieder, das Kloster bestand bis 1813. Seit 1827 wohnt hier der Bischof, heute sitzt in den Gebäuden das bischöfliche Ordinariat. Die Klosterkirche ist die heutige Stadtkirche.
Hier war ein Kloster der Franziskaner. Das sind Angehörige eines Bettelordens, die man auch Barfüßer nannte. Sie ließen sich um 1232 in Limburg nieder und blieben bis 1813. Im Kloster gab es eine Schule, eine Brauerei und sogar eine Tuchfabrik. Später, von 1816 bis 1830, wurden in einem Flügel Münzen geprägt. Seit 1827 wohnt hier der Bischof. Über dem Hofeingang findest du ein Hochrelief mit dem heiligen Georg auf einem Pferd. Siehst du es?
Koordinaten: 50.387552, 8.066145 · auf der Karte