Stadtohr

Stadtrundgang Limburg an der Lahn · Station 6 von 16

Diözesanes Zentrum Sankt Nikolaus

2013 · bischofshaus, neubau, stadtmauer, konradiner

Ausführlich

Sie stehen am Diözesanen Zentrum Sankt Nikolaus, das man auch das Bischofshaus nennt. Es wurde als Residenz des Limburger Bischofs errichtet und am 29. Juni 2013 eingeweiht. Das 1750 Quadratmeter große Grundstück liegt auf dem Domberg neben dem Dom und wird an zwei Seiten von den Resten der historischen Stadtmauern eingefasst. Der Komplex hat drei Teile. Da ist die Alte Vikarie, das Haus Staffel, um 1490 errichtet und seit 1903 im Besitz des Bistums. Bei der Renovierung ab 2011 stieß man auf große Schäden an Fachwerk und Dachstuhl, die eine Stützstruktur nötig machten. Heute liegen dort die Büros des Bischofs, Besprechungsräume und eine Bibliothek. Dann das Domküsterhaus, das Sie schon kennen. Und der Neubau, der bis auf die Kapelle flach gehalten ist und sich teilweise in den Fels des Dombergs eingräbt. Beim Bau stießen die Arbeiter auf die Fundamente eines Wehrturms. Sie wurden saniert und in das Untergeschoss integriert, im sogenannten Konradinerkeller. Die Reste des Wehrturms und der Mauern daran werden auf das 8. bis 11. Jahrhundert datiert. In dieser Zeit residierten hier die Konradiner. Schauen Sie auf den Haupteingang, der an einem Vorhof zwischen Küsterhaus und Alter Vikarie liegt. Ein großes Bronzeportal von Thomas Duttenhoefer zeigt das Bistumswappen und vier Selige und Heilige: Maria Katharina Kasper, den heiligen Georg, den heiligen Nikolaus von Myra und Hildegard von Bingen. Georg ersticht einen Drachen, der sich fast über die ganze Länge im unteren Teil des Reliefs schlängelt. Am unteren Hang des Dombergs liegt der Mariengarten, etwa 25 mal 30 Meter groß. Seine Mauer stammt noch aus karolingischer Zeit. Ursprünglich gehörte der Garten den Grafen von Walderdorff, später war er ein Lapidarium, und von 2011 bis 2013 wurde er neu gestaltet. Zugang hat man über den Hof des Diözesanmuseums. Der Bau wurde national und international zum Thema. Veranschlagt waren 5,5 Millionen Euro, am Ende kostete er 32 Millionen. Die Mehrkosten waren im März 2014 ein Grund für den Rücktritt von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Heute dient die Anlage als Diözesanes Zentrum, und die ehemaligen Wohnräume des Bischofs zeigen Ausstellungen des Diözesanmuseums.

Kurzfassung

Sie stehen am Diözesanen Zentrum Sankt Nikolaus auf dem Domberg, dem Bischofshaus. Es wurde als Residenz des Limburger Bischofs gebaut und 2013 eingeweiht. Statt der veranschlagten 5,5 Millionen Euro kostete es 32 Millionen. Das war im März 2014 ein Grund für den Rücktritt des Bischofs.

Für Kinder

Das ist das Bischofshaus. Es wurde für den Bischof von Limburg gebaut und 2013 eingeweiht. Es wurde viel teurer als geplant: 5,5 Millionen Euro waren vorgesehen, am Ende waren es 32 Millionen. Das war ein Grund, warum der Bischof 2014 zurücktrat. Schau auf die Bronzetür am Eingang. Dort ersticht der heilige Georg einen Drachen. Findest du den Drachen? Beim Bau fand man außerdem Reste eines alten Wehrturms und von Mauern, die aus der Zeit zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert stammen.

Quellen

Koordinaten: 50.388715, 8.065606 · auf der Karte

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