Sie stehen vor dem Mendelssohn-Haus, Goldschmidtstraße 12, ursprünglich Königstraße 5. Ein spätklassizistischer Bau von 1844, und er enthält etwas Seltenes: die letzte und einzige erhaltene Privatwohnung von Felix Mendelssohn Bartholdy. An der ersten Station, am Gewandhaus, ist dieser Name schon gefallen. Mendelssohn war einer der bedeutenden Kapellmeister des Gewandhausorchesters. 1843 gründete er das Conservatorium der Musik, das im Hof des Gewandhauskomplexes lag; es war die erste höhere Bildungsanstalt für Musiker in Deutschland, ein architektonisch schmuckloses Haus, das für die Musikgeschichte große Bedeutung hatte. Und ich habe erzählt, dass die Nationalsozialisten im November 1936 sein Denkmal vor dem zweiten Gewandhaus vernichteten. Hier ist der private Teil. Mendelssohn wohnte seit 1845 mit seiner Familie in der Beletage dieses Hauses und starb hier am 4. November 1847, mit achtunddreißig Jahren. Die Wohnung enthält originales Mobiliar, Brief- und Notenhandschriften, Erstdrucke und einige seiner Aquarelle. Der Komponist hat gemalt. Das Arbeitszimmer dokumentiert die Atmosphäre, in der unter anderem das Oratorium Elias entstand. Im Musiksalon der Familie finden jeden Sonntag Matineekonzerte statt, im gleichen Raum, in dem die Familie musizierte. Um das Haus liegt ein historischer Garten; in der erhaltenen Remise, dem alten Wagenschuppen, befindet sich im ersten Obergeschoss der große Kammermusiksaal. Dass es dieses Museum gibt, ist das Werk eines Mannes, der Ihnen heute mehrfach untergekommen ist. Kurt Masur war der Initiator der Sanierung dieses Hauses und seiner Öffnung als Museum. Derselbe Masur, der am 7. Oktober 1981 das Gewandhausorchester in dem neuen Haus am Augustusplatz zum ersten Mal dirigierte, an dem wir heute morgen gestartet sind. Und der Platz an der Moritzbastei, an dem wir zu Beginn standen, trägt seinen Namen. Dieser Rundgang schließt sich an mehreren Stellen. Eröffnet wurde das Museum am 4. November 1997, auf den Tag genau einhundertfünfzig Jahre nach Mendelssohns Tod in diesem Haus. Am 3. Februar 2014 kam eine Erweiterung hinzu. Im Erdgeschoss können Sie in einer Installation selbst ein Orchester dirigieren, die Balance der Instrumente verändern und bei der Wiedergabe zwischen modernen und historischen Instrumenten umschalten. Dazu gibt es eine raumhohe Vitrine, die wie ein Paternoster arbeitet, und im Gartenhaus eine Welt für Kinder. Seit November 2017 gibt es im zweiten Obergeschoss eine ständige Ausstellung zu Fanny Hensel, Mendelssohns Schwester, und einen Museumsteil zu Kurt Masur, der zum Internationalen Kurt-Masur-Institut gehört. Zur Jahresangabe: Die 1997, die bei dieser Station steht, ist nicht das Baujahr. Sie bezeichnet die Eröffnung des Museums. Gebaut wurde das Haus 1844.
Sie stehen vor dem Mendelssohn-Haus in der Goldschmidtstraße 12, früher Königstraße 5. Der spätklassizistische Bau stammt von 1844. Hier lag die letzte und einzige erhaltene Privatwohnung von Felix Mendelssohn Bartholdy, der hier am 4. November 1847 starb. Als Museum eröffnet wurde das Haus genau einhundertfünfzig Jahre später.
Du stehst vor dem Mendelssohn-Haus. Hier hat der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy gewohnt, in der Wohnung im ersten Stock, zusammen mit seiner Familie. Drinnen stehen noch seine Möbel. Und etwas Überraschendes: Er hat auch gemalt, und ein paar seiner Bilder hängen dort. Mendelssohn wurde nur achtunddreißig Jahre alt und starb in diesem Haus. Im Erdgeschoss darfst du selbst ein Orchester dirigieren. Du kannst einstellen, ob die Geigen lauter spielen oder die Trompeten. Welches Instrument würdest du lauter machen?
Koordinaten: 51.3361, 12.3833 · auf der Karte