Stadtohr

Stadtrundgang Landshut · Station 5 von 16

Franziskanerkloster Landshut

· franziskaner, kloster, säkularisation, stadtmuseum

Ausführlich

Sie stehen am ehemaligen Franziskanerkloster zu den Heiligen Aposteln Sankt Peter und Paul am Prantlgarten. Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern stiftete es 1280. Seit der Stadterweiterung von 1338 lag das Kloster innerhalb der Stadt. Davon zeugen Reste der Stadtbefestigung südlich und östlich der Klostergebäude, fünf bis sechs Meter hoch und gut erhalten. Ein Bild vom Kloster im späten Mittelalter gibt das Stadtmodell von Jakob Sandtner um 1570. Das Kloster kam durch die Gunst des Adels und des reichen Bürgertums zu Wohlstand, und das widersprach dem franziskanischen Ideal. 1466 führte es deshalb die strenge Observanz mit strikterer Befolgung des Armutsgelübdes ein. Brüder, die sich dem nicht anschließen wollten, mussten gehen. 1620 wandelte Herzog Maximilian es in eines der ersten Reformaten-Klöster in Bayern um. Dann der Bruch. 1802 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Man wollte in den Gebäuden Fakultäten der 1800 von Ingolstadt nach Landshut verlegten Universität unterbringen, doch die Räume erwiesen sich als untauglich. Stattdessen richtete man 1803 eine Fechtschule für Studenten ein, 1812 wurde das Gebäude an einen Gastwirt verkauft. Die frühgotische Klosterkirche, eine dreischiffige Basilika, wurde 1808 abgebrochen, und die Steine dienten zum Bau des Maxwehrs. Nur ein Portalfragment vom Ende des 13. Jahrhunderts ist erhalten. Sehr gut erhalten ist der äußere Kreuzgang, schauen Sie auf sein spätgotisches Gewölbe aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Er umschließt den Kreuzgarten und die spätgotische Plankkapelle von 1495. Seit 1999 betreibt die Stadt Teile des Klosters als Museum im Kreuzgang. 2012 erwarb sie das ganze Gebäude. Am 8. August 2015 war Spatenstich für das neue Stadtmuseum. Am 20. Oktober 2015 stürzte beim Umbau ein Baukran auf das Dach, es entstand ein Schaden von 50.000 Euro. Am 14. Dezember 2016 wurde das LANDSHUTmuseum eröffnet. Von März 2024 bis April 2025 zeigte es die Ausstellung Landshut im Nationalsozialismus, über Opfer, Täter und Zuschauer. Von 1835 bis 2002 waren die Franziskaner übrigens wieder in Landshut ansässig, im Kloster Maria Loreto am Marienplatz.

Kurzfassung

Sie stehen am ehemaligen Franziskanerkloster St. Peter und Paul am Prantlgarten. Herzog Heinrich XIII. stiftete es 1280, 1802 wurde es aufgelöst. Seit 2016 ist hier das LANDSHUTmuseum zur Stadtgeschichte untergebracht.

Für Kinder

Hier lebten Franziskaner. Das sind Ordensbrüder, die versprochen haben, arm zu leben. Herzog Heinrich stiftete das Kloster 1280. Weil das Kloster mit der Zeit zu wohlhabend wurde, führte man 1466 strengere Regeln für ein armes Leben ein. 1802 wurde es aufgelöst. Die Klosterkirche brach man ab. Gut erhalten ist der Kreuzgang mit einem Gewölbe aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Heute ist darin das LANDSHUTmuseum, das die Geschichte der Stadt zeigt. Was würdest du in einem Museum über deine Stadt gerne sehen?

Quellen

Koordinaten: 48.5341, 12.1551 · auf der Karte

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