
Eine Backsteinkirche mit einem breiten Turm in der Mitte der Front. Er läuft oben in einen Giebel mit großer Uhr aus, dahinter steigt eine hohe, spitze Haube mit grüner Kupferpatina auf. Der Turm hat schmale Spitzbogenfenster in mehreren Geschossen, unten öffnet sich ein Spitzbogenportal. Links und rechts schließen niedrigere Seitenschiffe mit roten Dächern an.
Sie stehen vor St. Nikolai am Alten Markt, der evangelischen Hauptkirche und dem ältesten Gebäude Kiels. Beginnen wir bei der Figur vor der Kirche. Der Geistkämpfer wurde von Ernst Barlach im Auftrag der Stadt Kiel geschaffen und war die erste Großplastik des expressionistischen Bildhauers und Grafikers. Ein Engel mit Schwert steht auf einem wolfsähnlichen Wesen und stellt die Erhabenheit und den Sieg des Geistes über das Böse dar. 1928 wurde die Bronzeplastik an der Heiligengeistkirche ohne öffentliche Feier enthüllt, denn das Werk stieß bei der Bevölkerung zunächst überwiegend auf Ablehnung. Die Kieler nannten die namenlose Figur Geistkämpfer, und der Künstler übernahm den Titel bald. 1937 entfernten die Nationalsozialisten die Plastik als entartete Kunst. Sie konnte vor dem Einschmelzen gerettet werden und wurde in Schnega im Atelier von Hugo Körtzinger versteckt, einem Freund Barlachs. Nach dem Krieg kaufte die Stadt den Geistkämpfer zurück. Seit 1954 steht er hier. Die Kirche selbst: Der Bau wurde um 1242 begonnen, kurz nach der Stadtgründung durch Adolf IV. von Schauenburg und Holstein. Eine andere Angabe nennt die Nikolaikirche schon um 1240 fertiggestellt. Der gotische Hallenbau wurde hundert Jahre später nach dem Vorbild der Petrikirche in Lübeck umgebaut und mit einem langen Chor als Backsteinhallenkirche fertiggestellt. 1486 brannte sie durch einen Blitzschlag ab und wurde wieder aufgebaut. 1526 führte Marquard Schuldorp die Reformation an der Nikolaikirche ein. Im Jahr darauf kam Melchior Hofmann nach Kiel, und seine apokalyptischen Predigten führten zu Unruhe. Hofmann und Schuldorp sollen sich sogar auf der Kanzel geprügelt haben. Am 2. Februar 1771 traf ein Blitz den Turm während eines Gottesdienstes. Er fuhr, ohne zu zünden, in die Kirche und verletzte den Archidiakon Meißner auf seinem mit Messingstäben versehenen Predigersitz so schwer, dass er wenige Tage später starb. Von 1877 bis 1884 wurde die Kirche neugotisch umgestaltet. Am 22. Mai 1944 wurde sie bei einem alliierten Luftangriff schwer beschädigt. Die wertvolle Innenausstattung war schon vorher geborgen worden. 1948 legte man wegen der Einsturzgefahr die Chormauern und die Schiffspfeiler nieder. Der Wiederaufbau erfolgte 1950 durch den Architekten Gerhard Langmaack, großenteils in neuzeitlichen Formen, mit Betonpfeilern und einer Stahlbetondecke. Zur Ausstattung gehört die Erztaufe von Hans Apengeter aus dem Jahr 1344, das älteste erhaltene Kunstdenkmal der Kirche. Der Erzväteraltar stammt von etwa 1460, die barocke Kanzel von 1705, und seit 1947 gibt es das älteste Nagelkreuz von Coventry in Deutschland. Die größte der vier Glocken im Turm, die Auferstehungsglocke, ist die größte und schwerste Glocke in ganz Schleswig-Holstein.
Sie stehen vor der Nikolaikirche am Alten Markt, der evangelischen Hauptkirche und dem ältesten Gebäude Kiels. Der Bau wurde um 1242 begonnen, kurz nach der Stadtgründung. Vor der Kirche steht Ernst Barlachs Bronzeplastik Geistkämpfer.
Das ist die Nikolaikirche, das älteste Gebäude von Kiel. Vor ihr steht ein Engel aus Bronze, mit einem Schwert. Er steht auf einem Wesen, das aussieht wie ein Wolf. Der Engel steht für den Sieg des Geistes über das Böse. Der Künstler hieß Ernst Barlach. 1937 nahmen die Nationalsozialisten die Figur weg, aber sie wurde gerettet und versteckt. Seit 1954 steht sie hier. Im Turm hängt die schwerste Glocke von ganz Schleswig-Holstein. Was meinst du: Warum steht der Engel wohl auf einem wolfsähnlichen Wesen?
Koordinaten: 54.3228, 10.14 · auf der Karte