
Sie stehen beim früheren Museum vaterländischer Alterthümer. Es war das archäologische Landesmuseum der preußischen Provinz Schleswig-Holstein und ist der Vorgänger des heutigen Archäologischen Landesmuseums, des Wikinger Museums Haithabu und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität. 1834 wurde die Königlich Schleswig-Holstein-Lauenburgische Gesellschaft für die Sammlung und Erhaltung vaterländischer Alterthümer gestiftet, und ein Jahr später, 1835, gründete sie dieses Museum. Es stand in Konkurrenz zu ähnlichen Museen in Hamburg und Kopenhagen und zu der 1852 gegründeten Flensburgsammlung, konnte sich aber gegen sie behaupten. 1873 wurde die Gesellschaft aufgelöst. Das Kieler Museum und die Flensburger Sammlung gingen als Provinzial-Museum und Universitätsinstitut an die Christian-Albrechts-Universität. Von 1891 bis 1909 leitete Johanna Mestorf das Museum. Es war von 1900 bis 1915 und von 1930 bis 1939 Träger der Ausgrabungen in Haithabu. Bei der Hundertjahrfeier 1936 wurde es in Museum vorgeschichtlicher Altertümer umbenannt. Im Dritten Reich plante Gustav Schwantes, unterstützt von Herbert Jankuhn und dem Ahnenerbe, das Museum zu einem Altgermanischen Zentralmuseum auszubauen. Die Ausstellung sollte sich auf archäologische Stücke konzentrieren, mit dem Nydam-Boot und den Runensteinen als Herzstücken. Alle kunsthistorischen und volkskundlichen Exponate gab man deshalb an das Thaulow-Museum und die Kunsthalle ab. Im Oktober 1937 kam die Provinzialstelle für vor- und frühgeschichtliche Landesaufnahme und Bodendenkmalpflege unter Karl Kersten hinzu. Sie erfasste und kartierte die archäologischen Fundplätze der Region systematisch. 1944 wurde das Museumsgebäude durch Bombentreffer zerstört. Die ausgelagerte Sammlung konnte größtenteils gerettet werden, weil weite Teile bereits vorher evakuiert worden waren. Sie befindet sich jetzt in den Räumen von Schloss Gottorf.
Sie stehen beim früheren Museum vaterländischer Alterthümer. Es wurde 1835 gegründet und war das archäologische Landesmuseum der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bomben 1944 das Gebäude. Die Sammlung befindet sich heute auf Schloss Gottorf.
Hier war einmal ein Museum für alte Funde aus der Vorzeit. Es wurde 1835 gegründet. Die Leute vom Museum gruben in Haithabu und brachten die Funde nach Kiel. Besonders wichtig waren das Nydam-Boot und Steine mit Runen. 1944 fielen Bomben auf Kiel und zerstörten das Gebäude. Zum Glück hatte man die Sammlung vorher in Sicherheit gebracht. Heute liegt sie auf Schloss Gottorf. Was würdest du gern einmal ausgraben?
Koordinaten: 54.3251, 10.1396 · auf der Karte