Sie stehen vor dem Kempten-Museum im Zumsteinhaus am Stadtpark. Fangen wir beim Haus an. Es wurde 1802 als Wohn- und Geschäftshaus der Weber- und Stoffhändlerfamilie Delapierre gebaut, eingedeutscht Zumstein. Es liegt in Sichtweite der Basilika St. Lorenz und der Residenz. Auf der Südseite war es von repräsentativen Gartenanlagen umgeben, von denen noch das Eingangstor von 1830 und Brunnen erhalten sind. Im Erdgeschoss zeigte seit 1961 das Römische Museum Bodenfunde aus der römischen Stadt Cambodunum, bis es 2015 geschlossen wurde. Das Naturkunde-Museum war bis 2003 hier. Am 6. Dezember 2019 eröffnete nach vier Jahren Planung und Bau das Kempten-Museum. Es erzählt über 2000 Jahre Geschichte, von der Römerzeit bis in die Gegenwart. Dem Museum ging die Stadtexpedition voraus, zwei Jahre lang eine öffentliche Mitmach-Aktion, bei der Bürger Fotografien, Dokumente und Objekte sammelten, die sie mit ihrer Stadt verbinden. Das Haus versteht sich als Wohnzimmer der Stadt, mit einem Café, und im Keller läuft in einem Gewölbe ein Kino, in dem Filme von Kemptener Bürgern gezeigt werden. Die Dauerausstellung ist thematisch aufgebaut, nicht chronologisch. In elf Schauräumen im ersten und zweiten Obergeschoss geht es von der Römerzeit bis heute, im Raum Macht und Ohnmacht zum Beispiel um die Mächtigen der Stadt. Im ersten Obergeschoss steht ein Stadtmodell von neun Quadratmetern, das die Stadt von der Römerstadt über die Doppelstadt aus katholischer Stiftsstadt und evangelischer Reichsstadt bis heute zeigt. Im Juni 2021 erhielt das Museum von der Hamburger Stiftung Lebendige Stadt den Preis als bestes Heimatmuseum Deutschlands. Es setzte sich gegen 250 weitere Bewerber durch, besonders betont wurden sein partizipativer und barrierefreier Charakter. Es gibt auch Kritik: Mit der Schließung des Römischen Museums fehle für die Römerzeit eine angemessene Präsentation.
Sie stehen vor dem Kempten-Museum im Zumsteinhaus am Stadtpark. Es wurde am 6. Dezember 2019 neu eröffnet und erzählt über 2000 Jahre Stadtgeschichte. 2021 bekam es den Preis als bestes Heimatmuseum Deutschlands. Das Zumsteinhaus wurde 1802 gebaut.
Dieses Museum erzählt die Geschichte der Stadt, mehr als 2000 Jahre lang. Es steckt in einem Haus von 1802, das einer Familie von Webern und Stoffhändlern gehörte. Das Besondere: Die Leute aus Kempten durften selbst Fotos, Dokumente und Gegenstände mitbringen, die sie mit ihrer Stadt verbinden. Im ersten Stock steht ein Modell der Stadt, neun Quadratmeter groß. Und im Keller gibt es ein Kino in einem Gewölbe. Was würdest du dem Museum von deiner Stadt mitbringen?
Koordinaten: 47.727505555, 10.311830555 · auf der Karte