Stadtohr

Stadtrundgang Kaufbeuren · Station 3 von 16

Terziarinnen der Franziskaner-Observanten, Kaufbeuren

· kloster, heilige, franziskaner, garten

Ausführlich

Sie stehen am Kloster Kaufbeuren, das auch Crescentiakloster heißt. Es ist ein Kloster der Terziarinnen der Franziskaner-Observanten und gehört zur Diözese Augsburg. Zum Kloster gehört die Geschichte einer Frau: Maria Crescentia Höss. Sie lebte hier von 1703 bis zu ihrem Tod im Jahr 1744. 1741 wurde sie einstimmig zur Oberin gewählt und stand der Gemeinschaft bis zu ihrem Tod vor. 1900 wurde sie seliggesprochen. Am 25. November 2001 erhob Papst Johannes Paul II. sie zur Heiligen. 2005 richtete das Kloster eine Gedenkstätte für sie ein. Bleiben wir einen Moment beim Alter dieses Klosters, denn darüber gibt es mehr Fragen als Antworten. Eine Überlieferung sagt, eine Anna vom Hof habe es im 9. Jahrhundert gegründet. Sie lässt sich nicht belegen. Die Herren vom Hof sind ein nicht näher bestimmtes Kaufbeurer Adelsgeschlecht, das die Ortstradition seit dem 15. Jahrhundert kennt. Dabei wurden Elemente aus der Zeit des fränkisch-karolingischen Königshofes und der Staufer vermischt, und es entstanden Zusammenhänge, die nicht haltbar sind. Sicher ist: 1261 wird eine Frauengemeinschaft schriftlich greifbar, die Schwestern vom Maierhof. Um 1315 übernahm sie auf kirchliche Anordnung die Regel des heiligen Franziskus. Die Klosterkirche wurde 1472 geweiht, eine Altarweihe ist schon für 1432 überliefert. Laut Klosterchronik stand an dieser Stelle lange vorher ein Sakralbau, der einem Großbrand in der Stadt zum Opfer fiel. Auch der Wohntrakt litt schwer. Wann das war, lässt sich nur eingrenzen: Für 1315, 1325 und 1389 sind Großbrände in Kaufbeuren überliefert. 1803 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst, bis 1806 nutzte der Deutsche Orden die Gebäude. 1831 wurde das Franziskanerinnenkloster wieder errichtet. Und nun zum Garten. Am Hang gegenüber dem Eingang zur Klosterkirche lag der Versorgungsgarten des Klosters. Er wurde mit vielen heimischen und exotischen Pflanzen zu einem kleinen Park umgestaltet und 2009 öffentlich zugänglich gemacht. Es ist der Klosterberggarten, ein Ort der Entspannung und Besinnung, mit Stationen des Sonnengesangs des heiligen Franziskus. Im oberen Bereich bietet er Ausblicke über die Stadt. Gehen Sie hinauf, wenn Sie Zeit haben, und schauen Sie zurück auf Kaufbeuren. Im Stadtmuseum, unserer nächsten Station, hat Crescentia einen eigenen Platz.

Kurzfassung

Sie stehen am Kloster Kaufbeuren, auch Crescentiakloster genannt. Es ist ein Kloster der Terziarinnen der Franziskaner-Observanten. Hier lebte von 1703 bis zu ihrem Tod 1744 Maria Crescentia Höss, die später heiliggesprochen wurde.

Für Kinder

Hier im Kloster hat vor langer Zeit eine Frau gelebt, die heute eine Heilige ist. Sie hieß Maria Crescentia Höss und wohnte von 1703 bis 1744 in diesem Kloster. 1741 wurde sie zur Oberin gewählt, zur Leiterin der Schwestern. 2001 hat der Papst sie heiliggesprochen. Gegenüber der Klosterkirche liegt ein Garten am Hang. Früher versorgte er das Kloster, heute ist er ein kleiner Park mit vielen Pflanzen, und jeder darf hinein. Ganz oben hast du einen Blick über die Stadt. Was kannst du von dort aus alles sehen?

Quellen

Koordinaten: 47.880056241, 10.618370183 · auf der Karte

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