Stadtohr

Stadtrundgang Karlsruhe · Station 1 von 16

Wildparkstadion

1955 · stadion, fußball, hardtwald, umbau

Ein ovales Stadion mit grünem Spielfeld, umgeben von einer roten Laufbahn. Links überspannt ein weißes, geschwungenes Dach die Ränge, rechts steht ein flacheres, graues Dach. Das Stadion liegt im Wald. Daneben liegen mehrere Rasenplätze, unterhalb rote Tennisplätze. Rechts verläuft eine lange, gerade Straße.
Foto: Sven Scharr, CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein ovales Stadion mit grünem Spielfeld, umgeben von einer roten Laufbahn. Links überspannt ein weißes, geschwungenes Dach die Ränge, rechts steht ein flacheres, graues Dach. Das Stadion liegt im Wald. Daneben liegen mehrere Rasenplätze, unterhalb rote Tennisplätze. Rechts verläuft eine lange, gerade Straße.

Ausführlich

Willkommen in Karlsruhe. Wir beginnen im Wald, vor einem Fußballstadion, und das hat einen Grund: Dies ist der Hardtwald, und in diesem Wald wurde 1715 die Stadt gegründet, als barocke Planstadt. Wie sie aussieht, erzählen wir am Ende des Rundgangs, am Schloss. Jetzt stehen Sie vor dem Wildparkstadion. Es ist der Mittelpunkt einer Anlage aus mehreren Sport- und Übungsplätzen, einer Tennisanlage und weiteren Sportstätten. Hauptnutzer ist der Karlsruher SC. Die Vorgeschichte beginnt 1921. Damals bekam der FC Phönix, einer der beiden Vorgängervereine des KSC, von der Stadt für fünfzig Jahre ein Grundstück im Hardtwald verpachtet. Bis 1923 entstanden dort drei Fußballplätze, zwei Tennisplätze, eine 400-Meter-Bahn sowie Wurf- und Sprunganlagen. Nach der Fusion des FC Phönix mit dem VfB Mühlburg zum KSC begann 1952 der Bau eines modernen Stadions. Am 7. August 1955 übergab Oberbürgermeister Günther Klotz es offiziell an den KSC. Im Eröffnungsspiel trennten sich der KSC, damals Pokalsieger, und der Deutsche Meister Rot-Weiss Essen vor 45.000 Zuschauern 2:2. In den fünfziger Jahren galt das Wildparkstadion als eines der modernsten Stadien seiner Zeit in Deutschland. Zu Beginn bot es 55.000 Plätze. Diese Zahl wurde durch geänderte Vorschriften mehrfach gesenkt und durch Umbauten wieder erweitert; in der Saison 2025/26 sind es 33.180. 1986 kam eine Videoleinwand dazu, damals eine der modernsten in Europa. 1993 wurde eine neue Haupttribüne mit einem 3:0 gegen Borussia Dortmund eingeweiht. Dann der große Umbau. Der Gemeinderat entschied am 19. Juli 2016, an derselben Stelle ein neues Stadion zu bauen, und zwar bei laufendem Spielbetrieb. Am 3. November 2018 fand das Abschiedsspiel statt, zwei Tage später begannen die Arbeiten. Schauen Sie sich die Tribünen an: Zuerst wurde die Nordtribüne abgerissen und durch eine provisorische ersetzt, im Sommer 2019 folgte die Südtribüne. So fiel die Platzzahl in keiner Bauphase unter 15.000. Die Kosten wurden mit 123 Millionen Euro angesetzt, elf Millionen davon kamen vom Land. Bis Juli 2023 dauerte der Umbau zu einem reinen Fußballstadion. Offiziell heißt es übrigens BBBank Wildpark, so steht es im Sponsoringvertrag.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Wildparkstadion im Karlsruher Hardtwald. Es wurde 1955 eröffnet, an der Stelle der alten Sportanlage des FC Phönix von 1921. Hauptnutzer ist der Karlsruher SC. Von 2018 bis 2023 wurde das Stadion bei laufendem Spielbetrieb zu einem reinen Fußballstadion umgebaut.

Für Kinder

Du stehst vor einem Fußballstadion. Hier spielt der Karlsruher SC. Es steht im Wald, im Hardtwald. In diesem Wald wurde vor langer Zeit, im Jahr 1715, die Stadt Karlsruhe gegründet. Das Stadion wurde 1955 eröffnet. Damals passten 55.000 Menschen hinein, heute sind es 33.180. Als es umgebaut wurde, spielte der Verein einfach weiter. Man riss erst die eine Tribüne ab, dann die andere, und baute dafür vorübergehend kleinere Tribünen mit Stehplätzen. Wie, glaubst du, kann man ein Haus umbauen, während noch Leute darin sind?

Quellen

Koordinaten: 49.02, 8.413055555 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.