Stadtohr

Stadtrundgang Ingolstadt · Station 4 von 16

St. Bartholomäer-Institut

· priesterseminar, säkularisation, garnison, kolping

Ausführlich

Sie stehen vor dem ehemaligen Bartholomäer-Institut, Johannesstraße 11. In der Liste der Baudenkmäler heißt es St. Bartholomäer-Institut, geführt unter der Nummer D-1-61-000-211. Es war ein Priesterseminar. Der Name kommt von der Priestergemeinschaft der Bartholomäer. Schauen Sie die Fassade einmal von links nach rechts ab, über die ganze Länge. Ein dreigeschossiges, langgestrecktes Traufhaus mit Walmdach. Diese Länge ist nicht aus einem Guss. Das Haus entstand in zwei Bauphasen, 1687 und 1721, und es entstand auf der Basis von drei mittelalterlichen Vorgängerbauten. Drei Häuser wurden zu einem gemacht, der Westflügel von eben kam um 1710 dazu. Was wie ein Gebäude wirkt, ist ein Zusammenschluss. An diesem Haus kann man die Geschichte des bayerischen Staates im 19. Jahrhundert ablesen, ohne ein Buch zu öffnen. Nach der Säkularisation war es kein Seminar mehr. Es wurde im Inneren teilweise umgebaut und von der Bayerischen Armee genutzt, zunächst als Lazarett, dann als Offizierskasino. Lesen Sie diese beiden Wörter noch einmal nebeneinander: Lazarett und Offizierskasino. Für gut vierhundert Jahre war Ingolstadt bayerische Landesfestung, und wenn eine Stadt Festung ist, dann braucht das Militär Räume. Es nimmt sie, wo sie frei werden. Am Ende dieses Rundgangs, am Kreuztor, stehen wir vor der Mauer, zu der diese Rechnung gehört. Seit 1953 hat das Haus eine dritte Aufgabe. Es dient dem örtlichen Kolping-Bildungswerk und wurde dafür wiederholt erweitert und modernisiert. Priesterseminar, Lazarett, Kasino, Bildungswerk. Vier Nutzungen, ein Satz Mauern, von denen die ältesten aus dem Mittelalter stammen. Gehen wir weiter zu einer Kirche, in der die Säkularisation nicht genommen, sondern gebracht hat.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem ehemaligen Bartholomäer-Institut, Johannesstraße 11, einem früheren Priesterseminar. Es entstand in zwei Bauphasen, 1687 und 1721, auf der Basis von drei mittelalterlichen Vorgängerbauten. Der Name geht auf die Priestergemeinschaft der Bartholomäer zurück.

Für Kinder

Du stehst vor einem langen Haus mit vielen Fenstern. Früher wurden hier Priester ausgebildet. Gebaut wurde es in zwei Schritten, 1687 und 1721, und zwar aus drei alten Häusern, die vorher hier standen. Später brauchte die Kirche das Haus nicht mehr. Dann zog das Militär ein. Erst war hier ein Krankenhaus für Soldaten, später ein Treffpunkt für Offiziere. Heute lernen hier wieder Menschen, aber keine Priester. Zähl einmal, wie viele Fenster in einer Reihe sind. Wie viele Zimmer braucht ein Haus, das so lang ist?

Quellen

Koordinaten: 48.76595, 11.42149 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.