
Sie stehen vor dem Museum Bayerisches Vogtland. Es ist im Hospitalgebäude untergebracht, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen. Die Anfänge liegen im Jahr 1896. Damals bildete der Gymnasialprofessor Moroff, Mitglied des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde, mit der Schenkung einer Mineraliensammlung einen Grundstock von Exponaten. 1913 schenkte der Verein sie der Stadt Hof, die im alten Bahnhof eine Ausstellung eröffnete. 1927 zog sie in das Feuerwehrhaus am Hallplatz. Seit 1983 befindet sich das Museum im Bereich der Hospitalstiftung. Erster Stadtarchivar und Leiter des Museums war Ernst Dietlein. Die Ausstellung deckt heimatgeschichtliche Themen ab, vom traditionellen Handwerk bis zur Industrialisierung. Der Textilherstellung kam in der Region große Bedeutung zu. Im Museum finden sich drei maßstabsgetreue historische Stadtansichten. Eine zeigt die Belagerung von Hof im Zweiten Markgrafenkrieg. Die Funde reichen bis in die Frühgeschichte, etwa ein steinzeitliches Beil aus der Nähe von Feilitzsch. Ein Schwerpunkt ist das Schaffen Hofer Künstler, zum Beispiel der Maler Johann Christian Reinhart, Friedrich Unger und Franz Wilhelm Voigt. Das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett beherbergt neben der Neuen Pinakothek in München die meisten Werke des Hofer Malers. Es wurde 2008 gegründet. Von 180 Werken werden rund 60 ständig gezeigt, größtenteils Radierungen aus Reinharts Zeit in Rom. Im Januar 2012 wurde eine Abteilung zu Flüchtlingen und Vertriebenen eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hof zur ersten Anlaufstation für Menschen, die ihre Heimat im Osten verloren hatten. Mehr als zwei Millionen wurden bis Anfang der 1950er Jahre durch Hof geschleust und erhielten Unterkunft und Verpflegung. Im Stadtteil Moschendorf lag das größte bayerische Flüchtlingslager. Etwa 15.000 Vertriebene blieben dauerhaft, die Bevölkerung wuchs dadurch um nahezu ein Viertel. 1989 erreichten dann die Flüchtlingszüge aus Prag den Hofer Hauptbahnhof, und damit die erste Stadt in der Bundesrepublik.
Sie stehen vor dem Museum Bayerisches Vogtland. Es zeigt Kulturgeschichte und Naturkunde und ist im Hospitalgebäude untergebracht, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen. Seit 1983 befindet sich das Museum hier.
In diesem Museum liegt die Geschichte der Gegend um Hof. Du findest ein Beil aus der Steinzeit, das bei Feilitzsch gefunden wurde. Es gibt drei maßstabsgetreue Ansichten der Stadt aus früheren Zeiten. Eine zeigt, wie Hof belagert wurde. Du siehst Möbel und Geräte vom Leben auf dem Land. Und es gibt eine Abteilung über Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verloren haben und durch Hof kamen, mehr als zwei Millionen. Was würdest du aus deinem Zimmer in ein Museum geben?
Koordinaten: 50.324, 11.918472 · auf der Karte