Sie stehen vor dem Fleischhaus an der Kramstraße, einem Bauwerk des Manierismus. Es wurde von 1598 bis 1600 anstelle eines mittelalterlichen Vorgängers als Arkadenbau errichtet. Schauen Sie auf die Arkaden und auf den Renaissance-Treppenturm an der Südwestecke. Am Treppenturm sehen Sie Hochwassermarken für den 30. Oktober 1824 und den 28. Mai 1817. Am Ostgiebel hängt das Stadtwappen in einem Rahmen der Renaissance, auf Konsolen mit Löwenköpfen. Auf einem Wappenschild ist das Steinmetzzeichen H. S. zu sehen, das des Erbauers Hans Schoch oder Hans Stefan. Eine Quelle nennt beide Namen. Im Erdgeschoss lag die Markthalle der Fleischer, mit Fleischbank und Schlachthaus. Im ersten Obergeschoss fanden Hochzeiten und Gerichtsverhandlungen statt. Von 1655 an durften Hochzeiten in Heilbronn aus feuerpolizeilichen Gründen nur noch dort stattfinden. Bis zum Bau des städtischen Schlachthofs 1880 diente das Haus dem Fleischumschlag. 1838 verpachtete die Stadt dem Unternehmensgründer Carl Heinrich Theodor Knorr ein Stockwerk für vier Jahre, für eine Trocknungsanlage für Zichorien. Am 24. Juni 1879 wurde hier das Historische Museum eröffnet, 1910 kam das Robert-Mayer-Zimmer mit Gegenständen aus dem Nachlass des Physikers hinzu. Beim Luftangriff vom 4. Dezember 1944 wurde das Gebäude schwer beschädigt. Einige Exponate waren zuvor ausgelagert worden, der Großteil der Sammlung wurde zerstört. 1948 wollte das Stadtplanungsamt die Ruine an private Investoren geben. Der Vorsitzende des Historischen Vereins, Georg Rümelin, verhinderte das, und das Haus wurde für museale Zwecke wiederaufgebaut. Im April 1950 war Richtfest, am 22. März 1967 eröffnete das Historische Museum wieder. Seit Ende 2012 wird das Haus gewerblich genutzt. Im Erdgeschoss ist ein Gastronomiebetrieb, in den Obergeschossen sitzen Kreativfirmen. Für den Innenausbau verwendete man Platanenholz von Bäumen, die auf der Allee für den Stadtbahn-Ausbau gefällt wurden.
Sie stehen vor dem Fleischhaus an der Kramstraße, einem Arkadenbau des Manierismus von 1598 bis 1600. Im Erdgeschoss lag die Markthalle der Fleischer, im Obergeschoss das Gericht und der Hochzeitssaal. Beim Luftangriff vom 4. Dezember 1944 wurde es schwer beschädigt.
Das ist das Fleischhaus. Es wurde um 1600 gebaut. Unten verkauften die Fleischer ihr Fleisch, oben gab es Hochzeiten und Gericht. Später war hier ein Museum. Am Treppenturm gibt es Marken. Sie zeigen, wie hoch das Wasser bei Hochwasser stand, in den Jahren 1824 und 1817. Im Krieg wurde das Haus schwer beschädigt, danach baute man es wieder auf. Heute gibt es unten ein Lokal. Findest du die Hochwassermarken am Treppenturm?
Koordinaten: 49.1417, 9.21667 · auf der Karte