
Sie stehen auf dem Marktplatz, einem der ältesten Plätze der Stadt. Er erfüllt seine namensgebende Funktion, seit es den Platz gibt: Hier ist Markt. Schauen Sie sich um. Im Westen dominiert die Heiliggeistkirche, im Osten steht das Rathaus, im Norden und Süden begrenzen Häuserzeilen den Platz. Der Platz liegt nicht zufällig hier. Die älteste schriftliche Erwähnung Heidelbergs stammt aus dem Jahr 1196. Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt zwischen Königstuhl und Neckar planmäßig angelegt, mit rechtwinkligem Grundriss und dem Marktplatz im Zentrum. Eine Stadtmauer umgab sie, über den Neckar führte eine Brücke. Schon im 13. Jahrhundert hatte Heidelberg den Charakter einer Residenzstadt entwickelt. 1392 wurde die Stadt umfangreich erweitert, das Stadtgebiet nahezu verdoppelt, und entsprach nun der heutigen Altstadt. In der Mitte des Platzes steht der Herkulesbrunnen. Er wurde zwischen 1706 und 1709 errichtet und erinnert an die enormen Anstrengungen des Wiederaufbaus. Denn der Pfälzische Erbfolgekrieg hatte die Stadt verwüstet. Heidelberg wurde 1688 und 1693 von französischen Truppen eingenommen und komplett zerstört. Nach dem Kriegsende 1697 baute man es im Stil des Barock auf mittelalterlichem Grundriss wieder auf. Auf dem Platz fand nicht nur der Wochenmarkt statt. In früheren Jahrhunderten wurden hier auch öffentliche Prozesse geführt, etwa gegen Johannes Sylvanus, gegen die Räuberbande des Hölzerlips und gegen Mannefriedrich im Jahr 1812. Zwischenzeitlich diente der Platz als Parkplatz neben der Hauptstraße, die damals noch für Autos freigegeben war. Seit dem Ende der 1970er Jahre ist er nur noch für Fußgänger zugänglich. Im Winter ist der Marktplatz einer der Orte des Heidelberger Weihnachtsmarktes. Am Pink Monday nach dem ersten Advent wird er pink-rosa beleuchtet. Die Kirche am Westrand des Platzes ist unsere nächste Station.
Sie stehen auf dem Marktplatz, einem der ältesten Plätze der Stadt. Im Osten steht das Rathaus, im Westen dominiert die Heiliggeistkirche. Der Herkulesbrunnen in der Mitte, errichtet zwischen 1706 und 1709, erinnert an den Wiederaufbau nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg.
Hier ist seit vielen Jahrhunderten Markt. In der Mitte steht der Herkulesbrunnen. Man baute ihn zwischen 1706 und 1709, um an den Wiederaufbau der Stadt zu erinnern. Französische Truppen hatten sie verwüstet. Früher fanden hier auch öffentliche Prozesse statt. Heute darf kein Auto mehr über den Platz fahren, und im Winter steht hier der Weihnachtsmarkt. Siehst du die große Kirche mit dem hohen Turm? Das ist die Heiliggeistkirche.
Koordinaten: 49.4122, 8.71028 · auf der Karte