
Sie stehen vor dem Großen Fass im Heidelberger Schloss. Rund 500.000 Menschen besichtigen es jedes Jahr. Es fasste 221.726 Liter, heute sind es nach dem Eintrocknen des Holzes noch 219.000. Und es ist schon das vierte Fass dieser Art. Das erste baute der Küfer Michael Werner aus Landau von 1589 bis 1591, unter Kurfürst Johann Casimir. Es fasste rund 127.000 Liter. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es zerstört und sein Holz verfeuert. 1594 reiste der Pfarrer Anton Praetorius nach Heidelberg und besang das Fass in einem Gedicht, das 1595 erschien. Die Buchstaben auf der Titelseite sind in der Form eines großen Weinfasses angeordnet. Praetorius war der Erste, der mit seinem Werk die Weltöffentlichkeit auf das Fass aufmerksam machte. Das zweite Fass ließ Kurfürst Karl Ludwig 1664 bauen, unter Leitung des Kellermeisters Johannes Meyer. Es fasste 195.000 Liter und erhielt einen Tanzboden. Die Planung hatte schon 1659 begonnen, weil der Hofkeller klagte, die gelieferten Weine nicht mehr unterzubringen. Das Eichenholz musste aus verschiedenen Gemeinden der Kurpfalz beschafft werden. Das Fass diente zur Lagerung der Weinabgaben der pfälzischen Untertanen. 1693 wollten die Franzosen das Fass mitsamt dem Keller in die Luft sprengen. Ein Feldprediger erwirkte, dass man auf neue Befehle aus Versailles wartete. Der König entsprach schließlich der Bitte um Erhaltung. Das dritte Fass von 1727 und 1728 fasste 202.000 Liter, wurde aber immer wieder undicht. So kam es zum vierten, vollendet 1751 unter Kurfürst Karl Theodor. Dieses vierte Fass wurde nur dreimal gefüllt, weil es nie dicht war. Als Attraktion für die Besucher des Schlosses blieb es erhalten. Der Wein kam durch ein großes Loch in der Decke: Ein Schlauch führte ins Fass darunter, und man pumpte den Wein hinein, damit niemand aufs Fass klettern musste. Schauen Sie sich nach Perkeo um. Seine Statue schaut auf das Fass. Der Legende nach brachte Kurfürst Karl Philipp einen nur rund einen Meter großen Zwerg aus Tirol mit, machte ihn zum Hofnarren und fragte ihn, ob er das Fass allein austrinken könne. Der Zwerg soll, wie auf alles, auf Italienisch geantwortet haben: Perché no, warum nicht. So kam er zu seinem Namen. Das Heidelberger Fass findet sich auch in der Literatur, etwa bei Mark Twain, Victor Hugo und Heinrich Heine.
Sie stehen vor dem Großen Fass im Heidelberger Schloss. Es ist das vierte Riesenfass an dieser Stelle und wurde 1751 vollendet. Es fasste 221.726 Liter, heute sind es nach dem Eintrocknen des Holzes noch 219.000. Rund 500.000 Menschen besichtigen es jedes Jahr.
Dieses Fass ist riesig. Es fasst fast zweihundertzwanzigtausend Liter. Und es ist schon das vierte Fass an dieser Stelle. Gefüllt wurde es nur dreimal, weil es nie dicht war. Den Wein pumpte man durch einen Schlauch ein, der durch ein Loch in der Decke ins Fass führte. Eine Statue von Perkeo schaut auf das Fass. Der Legende nach war er ein Zwerg aus Tirol, nur etwa einen Meter groß, und Hofnarr. Auf alles antwortete er: Perché no. Das ist Italienisch und heißt: warum nicht. Welche Frage würdest du ihm stellen?
Koordinaten: 49.41096, 8.7147 · auf der Karte