Sie stehen vor dem Internationalen Maritimen Museum. Es liegt im Kaispeicher B in der Speicherstadt, die seit 2015 gemeinsam mit dem benachbarten Kontorhausviertel zum Welterbe der Unesco gehört. Der Speicher wurde 1878 und 1879 im Stil der Hannoverschen Schule gebaut. Er ist Hamburgs ältestes erhaltenes Speicherbauwerk. 2008 wurde das Museum im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler eröffnet. Die Geschichte beginnt bei einem einzelnen Sammler. Peter Tamm erzählte, seine Sammelleidenschaft gehe auf ein Geschenk seiner Mutter zurück. 1934 bekam er ein daumengroßes Wiking-Wasserlinienmodell eines Küstenfrachters im Maßstab 1 zu 1250. Daraus wurde eine Sammlung, die ab 1991, nach seiner Pensionierung, als privates, nichtöffentliches Museum in der Elbchaussee 277 in Othmarschen stand. Dass daraus ein öffentliches Museum wurde, trieb der damalige Erste Bürgermeister Ole von Beust voran. Der Umzug in den Kaispeicher B war ein Vorschlag des damaligen Finanzsenators Wolfgang Peiner. Die Stadt stellte den Speicher als Erbbaurecht zur Verfügung und gab 30 Millionen Euro für Sanierung und Umbau. Es gab auch Kritik. 2005 gründete sich die Aktion „Künstler informieren Politiker“. Sie befürchtete, die Ausstellung verharmlose Militarismus und Kolonialismus und setze sich nicht kritisch genug mit der Geschichte der deutschen Kriegsmarine auseinander. Auch die unkommentierte Ausstellung von Uniformen, Ehrenzeichen und persönlichen Gegenständen hochrangiger Mitglieder der Kriegsmarine war vor der Eröffnung stark umstritten. Nun zur Sammlung. Ihr Kern sind mehr als fünfzigtausend Schiffsmodelle, viele im Maßstab 1 zu 1250. Dazu kommen 35 Knochenschiffe, angefertigt von französischen Matrosen in englischer Kriegsgefangenschaft während der napoleonischen Kriege. Es ist die weltweit größte private Sammlung dieser Modelle. Es gibt Gemälde der Marinemalerei von 1570 bis heute, mehr als eine Million Fotografien und eine Bibliothek mit mehreren zehntausend Bänden. Darunter ist ein Exemplar des Atlantis Majoris von 1657, des ersten in den Niederlanden gedruckten Meeresatlas. Die Ausstellung ist nach den Böden des Speichers gegliedert und umfasst über zwölftausend Quadratmeter. Auf dem ersten Boden geht es um die Entdeckung der Welt, um Navigation und Kommunikation. Dort steht auch ein Schiffsführungssimulator, den Besucher unter Anleitung selbst bedienen können. Der zweite Boden gehört den Schiffen unter Segeln, der dritte dem Schiffbau. Das älteste Stück im Haus ist ein Jahrtausende alter Einbaum aus der Elbe bei Geesthacht. Peter Tamm sagte: „Schifffahrtsgeschichte ist Menschheitsgeschichte.“ Deshalb soll das Museum einen ausdrücklich internationalen Blickwinkel einnehmen.
Sie stehen vor dem Internationalen Maritimen Museum im Kaispeicher B in der Speicherstadt. Es wurde 2008 eröffnet. Den Kern bilden mehr als fünfzigtausend Schiffsmodelle aus der Sammlung Peter Tamms. Der Speicher ist Hamburgs ältestes erhaltenes Speicherbauwerk.
Du stehst in der Speicherstadt vor einem alten Speicher. Darin ist ein Museum nur für Schiffe. Ein Mann namens Peter Tamm hat sie gesammelt. Alles begann 1934: Da schenkte ihm seine Mutter ein Schiffsmodell, so klein wie ein Daumen. Heute gibt es hier mehr als fünfzigtausend Schiffsmodelle. Dazu 35 Knochenschiffe, so heißen sie wirklich. Französische Matrosen haben sie gebaut, als sie im Krieg in England gefangen waren. Das älteste Stück im Museum ist ein Einbaum aus der Elbe, mehrere tausend Jahre alt. Was würdest du dir als Erstes ansehen?
Koordinaten: 53.543344, 10.0 · auf der Karte