Willkommen in Hamburg. Wir beginnen am Wasser. Sie stehen am Hamburger Hafen, einem Tidehafen an der Unterelbe. Er ist der größte Seehafen Deutschlands und nach Rotterdam und Antwerpen der drittgrößte in Europa. Mit seinen vier Containerterminals gehört er, gemessen an den Containerzahlen von 2020, zu den größten Häfen der Welt. Durch Schifffahrtsrouten ist er mit mehr als neunhundert Häfen in über einhundertsiebzig Ländern verbunden. Ein Wort zur Lage. Bis zur Mündung der Elbe in die Nordsee bei Cuxhaven sind es rund hundert Kilometer. Trotzdem gilt Hamburg als Seehafen, denn Seeschiffe mit einem Tiefgang von bis zu fünfzehn Metern können ihn anlaufen. Möglich machen das regelmäßige Ausbaggerungen und Vertiefungen des Fahrwassers. Die Ursprünge des Hafens liegen im 9. Jahrhundert. Als Gründungsdatum gilt jedoch der 7. Mai 1189, aufgrund eines kaiserlichen Freibriefs. Jedes Jahr feiert die Stadt dieses Datum mit einem mehrtägigen Fest, dem Hafengeburtstag. Wie Hamburg überhaupt entstand, hören Sie später, an der Hammaburg. Der Hafen ist gewandert. Er verlagerte sich von einem Anlandeplatz an einem Seitenarm der Elbe in der Altstadt über einen Alsterhafen zum Hafen an der Elbe und schob sich dort weit nach Westen vor. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er mit zahlreichen Hafenbecken und Kaianlagen auf seine heutige Größe erweitert. Dann kam der Container. 1968 wurde am Burchardkai die erste Containerbrücke aufgestellt. 1974 entstanden die Köhlbrandbrücke, die Kattwyk-Hubbrücke für die Hafenbahn und der neue Elbtunnel. Im Jahr 2008, dem damals größten Umschlagjahr, wurden gut 140 Millionen Tonnen Waren umgeschlagen. 2009 brach der Gesamtumschlag um 21 Prozent ein, der Containerumschlag um 28 Prozent. Zum Hafen gehört auch ein verschwundenes Dorf. Das Hafenerweiterungsgesetz von 1961 sah die ehemaligen Dörfer Altenwerder, Francop und Moorburg für die Erweiterung vor. 1973 beschloss der Senat, Altenwerder zu räumen. Bis 1998 wurde es trotz massiver Proteste vollständig geräumt und abgerissen. Nur die Kirche und der Friedhof blieben stehen. 2002 nahm hier ein Containerterminal den Betrieb auf, das als das modernste der Welt galt. Und die alten Becken? Die Hafenbecken auf dem Großen und dem Kleinen Grasbrook waren ab den 1980er Jahren zu klein. Der Indiahafen, der Vulkanhafen und der Griesenwerder Hafen wurden zugeschüttet. Seit 2004 entsteht dort, wo im 19. Jahrhundert das Herz des Hafens lag, zwischen Kehrwieder und den großen Elbbrücken, der neue Stadtteil HafenCity. Er gilt als eines der ehrgeizigsten städtebaulichen Projekte der Gegenwart. Hamburg ist mit rund 1,87 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Der Hafen nimmt knapp ein Zehntel ihrer Fläche ein und berührt vierzehn Stadtteile. Die nächste Station liegt in der Speicherstadt.
Sie stehen am Hamburger Hafen, einem Tidehafen an der Unterelbe. Er ist der größte Seehafen Deutschlands. Als Gründungsdatum gilt der 7. Mai 1189, der Tag eines kaiserlichen Freibriefs. Jedes Jahr wird das mit dem Hafengeburtstag gefeiert.
Du stehst am Hamburger Hafen. Hier legen große Schiffe aus aller Welt an. Viele Waren kommen in großen Kisten an, den Containern. 2008 waren es fast zehn Millionen. Kannst du dir diese Menge vorstellen? Das Meer ist von hier noch hundert Kilometer entfernt. Trotzdem können Seeschiffe bis nach Hamburg fahren. Und jedes Jahr feiert die Stadt den Geburtstag ihres Hafens. Als Geburtstag gilt der 7. Mai 1189. An diesem Tag gab es einen Freibrief vom Kaiser.
Koordinaten: 53.54, 9.98277778 · auf der Karte