Sie stehen am Hygieia-Brunnen im Innenhof des Hamburger Rathauses. Das Rathaus gehört, wie die fünf Hauptkirchen, zu den bekannten Wahrzeichen der Stadt. Der Brunnen wurde 1896 erbaut. Gestaltet hat ihn der Bildhauer Joseph von Kramer aus München, ein Bruder des Architekten Theodor von Kramer. Er steht als Kulturdenkmal unter Schutz. Der Anlass war eine Katastrophe. Der Brunnen erinnert an die Choleraepidemie von 1892, bei der über 8000 Hamburger starben. Ursprünglich sollte er etwas anderes darstellen: den Seehandel der Hafenstadt, mit dem Handelsgott Merkur als zentraler Figur. Angesichts der Dramatik der Epidemie entschied man sich um und stellte Hygieia ins Zentrum, die griechische Göttin der Gesundheit und Namensgeberin der Hygiene. Schauen Sie auf den Aufbau. Der Brunnen ist dreistöckig. Oben liegt eine bronzene Brunnenschale, von der das überlaufende Wasser in ein darunterliegendes ringförmiges Becken fällt. Von dort sprudelt es über Wasserspeier in ein ebenfalls ringförmiges unteres Auffangbecken. Im Zentrum, über der Brunnenschale, steht die Bronzestatue der Hygieia. Sie hält eine kleine Schale hoch, die so geneigt ist, dass bei laufendem Brunnen das überlaufende Wasser in die Brunnenschale fällt. Zu ihren Füßen sehen Sie einen Drachen, der symbolisch für die besiegte Cholera steht. Rund um das mittlere Becken sitzen, mit den Füßen fast im Wasser des unteren Beckens, sechs Bronzefiguren. Sie sollen den Nutzen und die Verwendung des Wassers veranschaulichen. Eine technische Besonderheit bleibt leicht unbemerkt. Im Sockel des Brunnens befinden sich bogenförmige Öffnungen mit Ziergittern. Dort wird die Luft angesaugt, mit der die Innenräume des Rathauses klimatisiert werden. Man nutzt dabei die kühlende Wirkung des bewegten Brunnenwassers. Wasser prägt diese Stadt. Hamburg liegt an den Mündungen von Bille und Alster in die Unterelbe, acht Prozent des Stadtgebiets sind Wasserfläche, und fast 2500 Brücken überspannen die Fleete, Flüsschen und Kanäle der Stadt.
Sie stehen am Hygieia-Brunnen im Innenhof des Hamburger Rathauses. Er wurde 1896 vom Münchner Bildhauer Joseph von Kramer gestaltet. Er erinnert an die Choleraepidemie von 1892, bei der über achttausend Hamburger starben. Im Zentrum steht Hygieia, die griechische Göttin der Gesundheit.
Du stehst an einem Brunnen im Innenhof des Rathauses. Oben steht eine Frau aus Bronze, die Göttin Hygieia. Sie war bei den Griechen die Göttin der Gesundheit. Von ihrem Namen kommt das Wort Hygiene. Kennst du es? Der Brunnen erinnert an eine schlimme Krankheit, die Cholera. 1892 starben in Hamburg mehr als achttausend Menschen daran. Zu den Füßen der Göttin liegt ein Drache. Er bedeutet: Die Krankheit ist besiegt. Und der Brunnen hilft, das Rathaus zu kühlen.
Koordinaten: 53.550258, 9.991934 · auf der Karte