Sie stehen auf dem Domplatz am Westrand der Altstadt. Er gehört zu den frühesten Siedlungskernen Halles. Historisch gilt er als einer der möglichen Standorte des Kastells Halla, das bereits 806 erwähnt wird. Im Chronicon Moissiacense wird der Ort in diesem Jahr als Halla erstmals genannt. Woher der Name kommt, ist ungeklärt. Die traditionelle Deutung stellt ihn zu einem altsächsischen Wort für einen von Säulen getragenen Bau und meint damit das Siedehaus der Salzwerke. Andere Deutungen sehen darin ein Wort für Salzquelle oder Salzwerk, wieder andere eines für trocken. Der Leipziger Sprachforscher Jürgen Udolph zweifelt an der Salzdeutung und führt den Namen auf einen alten Wortstamm für Schräge oder Abhang zurück. Als mögliche Motivation wird der Geländeabfall zwischen dem Marktplatz und dem Saaleufer genannt. Seit dem Mittelalter stand hier ein Dominikanerkloster, dessen Kirche zum Halleschen Dom umgebaut wurde. Im 16. Jahrhundert erweiterte Kardinal Albrecht von Brandenburg den Platz im Zusammenhang mit diesem Umbau. So erhielt er seine nahezu rechteckige Form. Die Straßen münden nur an den Ecken ein, das gibt dem Platz den Eindruck räumlicher Geschlossenheit. Schauen Sie sich um. An der Südwestecke steht die Neue Residenz mit der Allerheiligenkapelle, errichtet 1531. Dazu kommen der Dom, die Neue Kanzlei, eine ehemalige erzbischöfliche Kammer aus dem 16. Jahrhundert, das Domküsterhaus von etwa 1800, das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Universität und ein großes Fachwerkhaus von etwa 1800. In der Platzmitte stand einmal ein 1536 fertiggestellter Glockenturm in Form eines Campanile, der zum Dom gehörte. Er wurde schon 1541 wieder abgetragen, in dem Jahr, in dem Kardinal Albrecht Halle verließ. Seit 2012 steht auf der Platzmitte ein Brunnen nach Entwürfen des halleschen Künstlers Horst Brühmann.
Sie stehen auf dem Domplatz am Westrand der Altstadt, einem der frühesten Siedlungskerne Halles. Hier stand seit dem Mittelalter ein Dominikanerkloster, dessen Kirche zum Halleschen Dom wurde. Kardinal Albrecht ließ den Platz im 16. Jahrhundert erweitern. In der Mitte steht seit 2012 ein Brunnen.
Dieser Platz ist alt, vielleicht einer der ältesten Orte der Stadt. Hier stand vielleicht ein Kastell, das im Jahr 806 erwähnt wird. Damals hieß der Ort Halla. Später stand hier ein Kloster der Dominikaner, und seine Kirche wurde zum Dom. Kardinal Albrecht ließ den Platz erweitern. In der Mitte stand einmal ein Glockenturm, der 1536 fertig wurde. Nach nur fünf Jahren riss man ihn wieder ab. Heute steht dort ein Brunnen, gebaut im Jahr 2012. Weißt du, wie die Stadt vor über tausend Jahren hieß?
Koordinaten: 51.4844, 11.9654 · auf der Karte