Stadtohr

Stadtrundgang Halle (Saale) · Station 13 von 16

Geiseltalmuseum

1934 · museum, fossilien, geiseltal, neue residenz

Ausführlich

Sie stehen vor dem Geiseltalmuseum, einem geologisch-paläontologischen Museum unweit des Marktplatzes. Es ist in der ehemaligen Kapelle im Nordflügel der Neuen Residenz untergebracht, die Kardinal Albrecht von Brandenburg 1531 erbauen ließ. Die Neue Residenz entstand 1531 neben dem Dom, an der Südwestecke des Domplatzes. Als die Moritzburg im Dreißigjährigen Krieg zur Ruine geworden war, wurde der Wohnsitz des Magdeburger Erzbischofs offiziell in diese Neue Residenz verlegt. Heute zeigt das Haus Funde der Fossillagerstätte Geiseltal, südwestlich von Halle gelegen. Kardinal Albrecht, der die Kapelle bauen ließ, kennen Sie schon vom Dom und von der Moritzburg. Das Geiseltal war bis 1993 ein Braunkohlerevier. Braunkohle gibt es auch unter vielen Teilen des Stadtgebiets von Halle. Über mehrere Jahrhunderte wurde sie im Tage- wie im Tiefbau abgebaut, vor allem im Westen der Stadt um Nietleben, im Norden und im Südosten zwischen Osendorf und Büschdorf. Auch Steinkohle förderte man, im ehemals königlichen Bergwerk Dölau. Viele Tagebaue bilden nach dem Ende des Abbaus Gewässer. Überragende Bedeutung für die Stadt hatte freilich etwas anderes, das Sie schon kennen: die Sole. Die Funde im Museum stammen aus dem Mitteleozän. Zu sehen sind dort sehr gut erhaltene Pflanzenreste, die unter Umständen sogar noch Chlorophyll enthalten, außerdem das Urpferd Propalaeotherium, Krokodile und Käfer. Gegründet wurde das Museum am 23. November 1934 von Johannes Weigelt, dem damaligen Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Sammlung umfasst ungefähr 50.000 Fossilien und ist ein Teil des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Universität, das am Domplatz 4 liegt. Von 2011 bis 2018 war das Museum für Besucher geschlossen.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Geiseltalmuseum, einem geologisch-paläontologischen Museum in der ehemaligen Kapelle im Nordflügel der Neuen Residenz. Es wurde am 23. November 1934 gegründet und zeigt Fossilien aus dem Geiseltal südwestlich von Halle. Die Sammlung umfasst etwa 50.000 Fossilien.

Für Kinder

In diesem Museum gibt es Fossilien zu sehen, Reste von Pflanzen und Tieren aus dem Geiseltal bei Halle. Dort wurde bis 1993 Braunkohle abgebaut. Es gibt ein Urpferd mit dem Namen Propalaeotherium, Krokodile und Käfer. Manche Pflanzenreste sind so gut erhalten, dass sie sogar noch Chlorophyll enthalten können. Insgesamt hat das Museum etwa 50.000 Fossilien. Es ist in einer ehemaligen Kapelle untergebracht. Das Museum wurde am 23. November 1934 gegründet. Was würdest du dir zuerst ansehen: ein Urpferd, ein Krokodil oder einen Käfer?

Quellen

Koordinaten: 51.4844, 11.9654 · auf der Karte

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