Sie stehen vor der evangelisch-lutherischen Stadtkirche St. Mariä Virginis, der Dekanatskirche von Gunzenhausen. Sie steht frei mitten in der Innenstadt und prägt das Stadtbild. Der Platz hat eine lange Geschichte. Dem Quelle zufolge stand hier von 150 bis 240 nach Christus ein römisches Kastell, nahe dem nördlichsten Punkt des Limes. Eine Tafel an der Kirche weist darauf hin. Vor 754 wurde an gleicher Stelle ein Kloster gegründet. Es war Eigentum Ludwigs des Frommen und wurde anschließend den Benediktinern übereignet. Der Wikipedia-Quelle zur Stadt nennt dazu eine Urkunde von 823, in der Ludwig der Fromme das Kloster dem Reichskloster Ellwangen übereignete. Zwischen 1183 und 1195 weihte Bischof Otto von Eichstätt eine größere Kirche. Aus dieser Zeit stammen noch die drei unteren Geschosse des Kirchturms. Von außen sehen Sie im ersten Geschoss das romanische Fenster der alten Sakristei. Diese Kirche gehörte einer kleinen Gemeinde von etwa 300 Mitgliedern. Dann wuchs die Stadt. Gunzenhausen erhielt Stadtrechte, die Zahl der Einwohner stieg, die Kirche wurde zu klein. Im 15. Jahrhundert begann man mit einem Neubau. Den Chor errichtete von 1448 bis 1461 Endres Embhardt von Kempten, nach anderen Quellen Andreas von Kemnaten. Das Langhaus war 1496 fertig, der Turm wurde aufgestockt. Die Kirche ist eine dreischiffige Pseudobasilika mit eingezogenem Chor und bietet etwa 1.200 Sitzplätze. Der Turm südlich vom Chor ist quadratisch, sein oberstes Stockwerk achteckig. Am 11. September 1528 wurde in Gunzenhausen die Reformation eingeführt. 1706 und 1707 baute man an der Westfront eine Giebelwand und gestaltete das Innere barock, 1850 dann neugotisch um. In den zwei Grüften wurden Adlige bestattet, bis Markgraf Karl Alexander das untersagte. Aus spätgotischer Zeit erhalten ist das Grabmal des Ritters Paul von Absberg, gestorben 1503. Zu seinen Füßen liegt ein Hund. Er ziert heute als Kiri der Kirchenhund die Touristen-Flyer. 1954 legte man ein großes Christophorusfresko von 1498 frei. Die drei unteren Turmgeschosse datiert eine Quelle einmal auf die Weihe zwischen 1183 und 1195, an anderer Stelle auf das frühe 13. Jahrhundert. Es gibt also zwei Angaben.
Sie stehen vor der evangelisch-lutherischen Stadtkirche St. Mariä Virginis. Sie steht auf dem Areal des ehemaligen Römerkastells. Der Chor entstand von 1448 bis 1461, das Langhaus war 1496 fertig. Am 11. September 1528 wurde in Gunzenhausen die Reformation eingeführt.
Du stehst vor der großen Stadtkirche. Sie heißt St. Mariä Virginis. Hier stand schon vor sehr langer Zeit etwas anderes: ein römisches Kastell, später ein Kloster, dann eine kleine Kirche. Als die Stadt wuchs, wurde die Kirche zu klein, und man baute eine neue. 1496 war sie fertig. Drinnen ist das Grabmal des Ritters Paul von Absberg erhalten. Zu seinen Füßen liegt ein Hund. Er heißt Kiri der Kirchenhund und ist auf Flyern für Touristen abgebildet. Kannst du ihn finden?
Koordinaten: 49.112581, 10.75572 · auf der Karte