Sie stehen vor dem Färberturm, Weißenburger Straße 13, an der Ecke zur Kirchenstraße. Er ist ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Gunzenhausen. Der Turm trägt mehrere Namen. Färberturm heißt er nach einer ehemaligen Färberei, die unweit lag. Diebesturm nennt man ihn auch, früher hieß er Pulverturm. Beides erklärt sich aus seiner Nutzung: Er diente als Pulverturm und als Gefängnis. Schauen Sie auf die Mauer. Der Turm ist rund und besteht aus Buckelquadern. Er steht nahe dem Weißenburger Tor, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts abgebrochen wurde. Wann wurde der Turm gebaut? Hier gibt es zwei Angaben. Eine Quelle zum Turm sagt, der Rundturm stamme wie die restliche Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert. Der Denkmallisteneintrag zum Ensemble Weißenburger Straße nennt hingegen das 15. Jahrhundert. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe und sage dazu, dass es zwei gibt. Zum Hintergrund liefert der Wikipedia-Quelle zur Stadt: 1368 erwarb Burggraf Friedrich von Nürnberg die Stadt, die dadurch an die Hohenzollern kam. Gunzenhausen erhielt nun erstmals das Recht, Jahrmärkte abzuhalten, und die Erlaubnis zum Bau umfangreicher Befestigungsanlagen mit Stadtmauer, Türmen und Graben, dazu der großen Stadtkirche. In den ersten Jahrzehnten der Hohenzollern-Herrschaft kam die Stadt zu einer ersten Blütezeit. Von den Toren der Stadtbefestigung ist heute nur eines erhalten, der Blasturm. Ihn sehen wir später.
Sie stehen vor dem Färberturm, Weißenburger Straße 13, einem Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Er heißt auch Diebesturm und hieß früher Pulverturm. Den Namen Färberturm hat er von einer Färberei, die in der Nähe lag.
Du stehst vor einem runden Turm aus großen Steinblöcken, den Buckelquadern. Der Turm gehörte zur Stadtmauer von Gunzenhausen. Man nutzte ihn als Pulverturm und als Gefängnis. Deshalb heißt er auch Pulverturm und Diebesturm. Der Name Färberturm kommt von einer Färberei, die ganz in der Nähe lag. Gunzenhausen bekam die Erlaubnis für Stadtmauer, Türme und Graben, nachdem es 1368 an die Hohenzollern gekommen war. Was wurde in einer Färberei wohl gemacht?
Koordinaten: 49.112, 10.7555 · auf der Karte