Stadtohr

Stadtrundgang Göttingen · Station 3 von 16

Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen

1936 · museum, völkerkunde, südsee

Ausführlich

Sie stehen vor der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen, die auch Sammlung für Völkerkunde genannt wird. Sie gehört zum Institut für Ethnologie, Träger ist das Land Niedersachsen. Diese Station erzählt von zwei Sammlungen und von vielen geschlossenen Türen. Zuerst die Sammlungen. Im 18. Jahrhundert brachte der Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach die Cook-Forstersammlung und die Sammlung Baron von Asch nach Göttingen. Blumenbach haben wir eben auf dem Albani-Friedhof getroffen. Die Cook-Forstersammlung bildet den Schwerpunkt Südsee, mit Stücken aus Hawaii, Tahiti, Tonga und Neuseeland. Die Sammlung Baron von Asch steht für den zweiten Schwerpunkt, Sibirien und die Polarregion. Zwei Weltgegenden also, beide weit von Südniedersachsen entfernt, beide im 18. Jahrhundert hier gelandet, weil eine junge Universität Material zum Forschen brauchte. Nun die Türen. 1926 wurde Hans Hermann Plischke mit der Aufbereitung der Sammlung beauftragt. 1933 richtete die Universität das Seminar für Völkerkunde mit ethnographischer Sammlung ein. 1936 konnte das eigenständige Institut mit Museum erstmals öffnen, aber es blieb immer wieder für die Öffentlichkeit geschlossen. Am 6. Februar 2000 wurde die Dauerausstellung wiedereröffnet, danach war sie sonntags zugänglich. Seit 2018 ist die Sammlung erneut geschlossen, und eine Wiedereröffnung ist nicht in Sicht. Dahinter stehen etwa siebzehntausend Exponate und eine Ausstellungsfläche von etwa dreihundert Quadratmetern auf zwei Etagen. Rechnen Sie das einmal gegeneinander: dreihundert Quadratmeter für siebzehntausend Stücke. Auch wenn geöffnet ist, sehen Sie immer nur einen Ausschnitt. Träger der Sammlung ist das Land Niedersachsen, nicht die Stadt. Mehr sagt eine Quelle zu diesem Haus nicht, und mehr sage ich auch nicht. Wir gehen weiter zum Wilhelmsplatz.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen, auch Sammlung für Völkerkunde genannt. Als eigenständiges Institut mit Museum eröffnete sie 1936. Sie umfasst etwa siebzehntausend Exponate. Seit 2018 ist die Sammlung geschlossen, eine Wiedereröffnung ist nicht in Sicht.

Für Kinder

Hier ist eine Sammlung der Universität. Darin liegen Dinge aus vielen Ländern: aus Hawaii, Tahiti, Tonga und Neuseeland, und aus Sibirien, wo es sehr kalt ist. Ein Forscher namens Blumenbach hat sie vor mehr als zweihundert Jahren nach Göttingen gebracht. Insgesamt sind es etwa siebzehntausend Stücke. Der Platz zum Ausstellen ist aber klein. Deshalb kann man nie alles sehen. Und im Moment kann man gar nichts sehen: Seit 2018 ist die Sammlung geschlossen. Welche siebzehntausend Dinge würdest du sammeln?

Quellen

Koordinaten: 51.535, 9.94083 · auf der Karte

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