Sie stehen am Alten Schloss, auch Landgräfliche Burg genannt, mitten in Gießen. Um es einzuordnen, brauchen wir die Anfänge der Stadt. 1152 gründete Wilhelm von Gleiberg eine Wasserburg im Tal und verlegte später seinen Sitz von der Burg Gleiberg dorthin. Damit war der Grundstein für die spätere Stadt gelegt. Den Namen gaben die Gewässer: Die Wasserburg wurde Zu den Giezzen errichtet. 1197 wird der Name erstmals urkundlich erwähnt, 1248 ist Gießen als Stadt bezeugt, und 1264 kam es durch Verkauf an die Landgrafschaft Hessen. Die Landgrafschaft ließ nach dem Wikipedia-Quelle zur Stadt um 1300 das heutige Alte Schloss anlegen. Eine Quelle über das Schloss nennt um 1350, als Erweiterung der Stadtbefestigung und als zweite Wasserburg. Wikidata nennt 1152. Ich nenne Ihnen die älteste Angabe, 1152, und sage dazu, dass es mehrere gibt. Erstmals erwähnt wird das Schloss 1364, als Zweitsitz des Landgrafen Heinrich II. von Hessen. Bis ins 19. Jahrhundert diente es als Witwensitz, Wohnung, landgräfliche Nebenresidenz und Hofgericht. Ab 1604 saß hier eine Fürstliche Kanzlei, daher heißt die Straße daneben noch heute Kanzleiberg. 1891 mussten einige Gebäude wegen Baufälligkeit abgebrochen werden, 1893 übernahm die Stadt das Schloss für die Sammlungen des Oberhessischen Geschichtsvereins. Nach dem Umbau 1903 im Stil der Neorenaissance, geplant von Ludwig Hofmann aus Herborn, wurde es Hauptsitz des Oberhessischen Museums. Der Heidenturm mit seiner Welschen Haube und das Haupttor im Südosten blieben unverändert. Suchen Sie den Turm. Bei den Luftangriffen von 1944 brannte das Schloss vollständig aus. Pläne des Magistrats, die Ruine abzureißen, konnten verhindert werden, in den späten 1970er Jahren wurde sie wieder aufgebaut. Heute zeigt das Schloss die Gail’schen Sammlungen, Gemäldegalerie und Kunsthandwerk, und beherbergt eine Gaststätte. Der Netanyasaal im Erdgeschoss ist nach der israelischen Partnerstadt benannt. Nebenan liegt der Botanische Garten. Auch hier gibt es zwei Angaben: Eine Quelle über das Schloss nennt ihn den ältesten an seinem ursprünglichen Standort in Deutschland, der Wikipedia-Quelle zur Stadt einen der ältesten.
Sie stehen am Alten Schloss, auch Landgräfliche Burg genannt, im Zentrum von Gießen. Es wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Bei den Luftangriffen von 1944 brannte es vollständig aus, in den späten 1970er Jahren wurde es wieder aufgebaut. Heute zeigt es Sammlungen des Oberhessischen Museums.
Du stehst vor dem Alten Schloss. Früher war es eine Burg mit einem Wassergraben. Sie wurde um 1350 gebaut. Ein Landgraf hatte hier einen Zweitsitz. Später wohnten hier Witwen, es gab ein Gericht, und ab 1604 saß die Kanzlei des Fürsten hier. Darum heißt die Straße nebenan noch heute Kanzleiberg. 1944 brannte das Schloss ganz aus. Die Stadt wollte die Ruine abreißen, aber das wurde verhindert. In den 1970er Jahren baute man das Schloss wieder auf. Heute ist ein Museum darin. Suche den Heidenturm. Er blieb beim Umbau 1903 unverändert.
Koordinaten: 50.587, 8.6769 · auf der Karte