Sie stehen vor der Stadtpfarrkirche St. Georg. Sie liegt mitten in der Freisinger Altstadt, nördlich des Dombergs, nahe dem Marienplatz. Ihre Ostfassade schließt an den Marienplatz an. Die Kirche bildete mit dem daneben entstandenen Rathaus das urbane Zentrum der Bürgerstadt. Das ist die andere Seite von Freising: Oben auf dem Domberg saßen die Bischöfe, hier unten wohnten die Bürger. Erstmals 1230 wurde die Kirche urkundlich erwähnt. Ab 1250 wurde die Seelsorge für die Stadt vom Domberg in das Moosachtal auf einen Vorgängerbau der heutigen Georgskirche übertragen. Diese Kirche hieß St. Jörg im Moos und entstand wohl im 10. Jahrhundert. Um 1200 wurde sie neu errichtet. Die heutige Kirche ist ein Neubau ab 1440, im spätgotischen Stil errichtet und 1494 vollendet. Es ist eine dreischiffige Staffelhalle, die Gewölbe der beiden Seitenschiffe sind etwas niedriger als das Mittelschiff. Im Netzgewölbe sitzen bemalte Schlusssteine. Am Chorbogen hängt ein überlebensgroßer Corpus, um 1450 entstanden. An der Westwand des südlichen Seitenschiffs sehen Sie eine frühbarocke Großplastik, den Drachenkampf des heiligen Georg von 1660. Schauen Sie dann hinauf zum Turm. Er ist vierundachtzig Meter hoch, barock, und entstand von 1679 bis 1689 durch Antonio Riva. Seine Vorgängerbauten wurden wegen Baufälligkeit abgetragen, auch der Untergrund spielte dabei eine Rolle. Auf einem viergeschossigen Unterbau folgt das Glockengeschoss, darüber die Laternenkuppel. Man kann den Turm bis zur Balustrade besteigen. Ursprünglich lag der Friedhof bei der Kirche. 1543 legte man ihn, zusammen mit der Gottesackerkirche St. Maria, außerhalb der Stadtmauer neu an, nördlich des Ziegeltores. Nach der Säkularisation 1803 wurden die Aufgaben der aufgelösten Stiftspfarreien St. Andreas und St. Veit 1837 St. Georg übertragen. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche neugotisch ausgestattet, bis 2003 restaurierte man sie in der Fassung von 1497. Der moderne Lamellenaltar stammt vom Künstlerpaar Lutzenberger aus Bad Wörishofen. Auf ihn ist eine Abbildung des nicht mehr vorhandenen gotischen Hochaltars geätzt. Die Kirche besitzt ein vierstimmiges Geläut und eine kleine Sterbeglocke. Sie erklingt nach dem abendlichen Angelusläuten zum Gedächtnis an die Verstorbenen.
Sie stehen vor der Stadtpfarrkirche St. Georg, der zentralen Pfarrkirche von Freising. Die heutige spätgotische Kirche wurde ab 1440 gebaut und 1494 vollendet. Ihr 84 Meter hoher barocker Turm entstand zwischen 1679 und 1689 und lässt sich bis zur Balustrade besteigen.
Du stehst vor der Pfarrkirche im Zentrum der Stadt. Sie heißt St. Georg. Ihr Turm ist vierundachtzig Meter hoch, und man kann ihn besteigen, bis zur Balustrade. Gebaut wurde er von 1679 bis 1689. Vor diesem Turm standen schon andere. Man trug sie ab, weil sie baufällig waren. In der Kirche gibt es eine große Skulptur, auf der der heilige Georg gegen einen Drachen kämpft. Sie ist von 1660. Wenn du hineingehst, such den Drachen. Wie viele Stufen, glaubst du, hat der Turm?
Koordinaten: 48.400719, 11.743092 · auf der Karte