Stadtohr

Stadtrundgang Freising · Station 12 von 16

Bürgerturm

1400 · stadtmauer, wehrturm, museum, stadtgeschichte

Ausführlich

Wir sind am nordöstlichen Rand der Altstadt, am Unteren Graben 25. Sie stehen vor dem Bürgerturm, einem viergeschossigen Wachturm. Er ist neben dem stark veränderten Karlsturm der letzte sichtbare Rest der Stadtmauer, die Freising einst umgab. Der Turm wurde um das Jahr 1350 als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung erbaut. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1400, andere Quellen um 1350. Seinen Namen hat er in Stufen bekommen. In einem Steuerbuch von 1528 wird er erstmals erwähnt, als Stat durn, Stadtturm. Seit 1693 ist der Name Burgers Turm bekannt. Schauen Sie nach oben: Das Zeltdach erhielt der Turm erst im 18. Jahrhundert. Zuvor war er ein oben offener Wehrturm. Ab dem 16. Jahrhundert ist er als bewohnt nachgewiesen. Von 1693 bis 1750 war er ein Schießpulverlager, daneben gab es eine Arreststube. Nach der Säkularisation 1802 und 1803 diente er als städtisches Gefängnis, später als Armenhaus. Am 21. August 1913 entschied der Stadtmagistrat, dass der schlechte Zustand des Turmes keine Wohnnutzung mehr zulasse. Verkauf oder Abriss schloss er aber aus. Ab 1914 nutzte ihn die Freiwillige Feuerwehr als Schlauchturm. Im Dritten Reich fanden dort Versammlungen der Hitlerjugend statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten ihn verschiedene Jugendgruppen und renovierten ihn. 1977 mietete der Bund Naturschutz in Bayern die Räume. Nach seinem Auszug um 1990 sanierte eine Bürgerinitiative den Turm in den Jahren 1994 bis 1996 mit Spendengeldern aufwändig. Seither ist hier das Grabenmuseum untergebracht, das am 22. Mai 1996 eröffnet wurde. Es zeigt wechselnde Ausstellungen zu Themen der Freisinger Geschichte.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Bürgerturm am Unteren Graben 25, im Nordosten der Altstadt. Der viergeschossige Wachturm wurde um 1350 als Teil der Stadtbefestigung gebaut. Neben dem Karlsturm ist er der letzte sichtbare Rest der Stadtmauer. Seit 1996 ist hier das Grabenmuseum.

Für Kinder

Du stehst vor einem alten Wachturm. Er gehörte zur Stadtmauer und wurde um 1350 gebaut. Er ist neben dem Karlsturm der letzte Rest der Mauer. Früher war der Turm oben offen, erst später kam das Zeltdach. Er war ein Pulverlager, ein Gefängnis und ein Armenhaus. Ab 1914 nutzte ihn die Feuerwehr als Schlauchturm. Zum Schluss sanierte ihn eine Bürgerinitiative mit Spendengeldern. Heute ist im Turm ein Museum. Schau nach oben: Das Dach sieht aus wie ein Zelt.

Quellen

Koordinaten: 48.4028, 11.7465 · auf der Karte

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