Sie stehen vor dem Rathaus von Freising. Es ist der Sitz der Stadtverwaltung und steht an der Westseite des Marienplatzes, mitten in der Altstadt. Der historische Bau entstand 1904 und 1905 nach Plänen von Günther Blumentritt. Schauen Sie auf die Seite zum Platz. Sie wird von einem zweistöckigen Erker bestimmt. Im Dreiecksgiebel ist ein Wandgemälde mit Maria und dem Jesuskind und mit Korbinian, dazwischen eine Uhr. Den Haupteingang finden Sie an der Südseite, zur Oberen Hauptstraße hin. Den Türbogen krönt das Freisinger Stadtwappen. Weiter westlich ist eine Sonnenuhr angebracht. Ihr Gemälde und das am Giebel stammen von Otto Lohr aus dem Jahr 1907. Im Turm hängt ein Glockenspiel. Es erklingt zweimal täglich, um 11:55 Uhr und um 16:55 Uhr, und die Melodie stammt vom Freisinger Komponisten und Musikpädagogen Philipp Weigl. Der Bau hatte Vorgänger. Die erste Erwähnung eines Rathauses der Stadt stammt aus dem Jahr 1468. Im Erdgeschoss befanden sich die Freisinger Schranne und einige Geschäfte. Die Sitzungssäle dienten auch anderen Veranstaltungen, zeitweise wurden hier Schulklassen unterrichtet. Auch die Leitzentrale der Feuerwehr und ihr Material lagen im Rathaus. 1723 stellte man bei einer Überprüfung fest, dass ausgerechnet das Rathaus zu den brandgefährdeten Gebäuden der Stadt gehörte. Damals kam erstmals die Forderung nach einem Umbau auf. Der Bürgermeister Stephan Bierner, ab 1899 im Amt, legte in einer Denkschrift drei Vorschläge vor. Am 23. Oktober 1903 stimmten beide Stadtgremien dem Neubau zu. Eine Schranne sollte er nicht mehr enthalten: Der Handel dort ging seit Jahren zurück, und die Hallertauer Lokalbahn war im Bau, die das Freisinger Hinterland direkt an die Märkte anband. Im Februar 1904 begannen die Abrissarbeiten am alten Rathaus, sie dauerten nur wenige Wochen. Mitte Dezember 1905 bezog die Stadtverwaltung das Gebäude. Der große Sitzungssaal und die Amtszimmer des Bürgermeisters waren erst Anfang 1907 fertig, denn die Inneneinrichtung wurde zuvor noch auf einer Ausstellung in Nürnberg gezeigt.
Sie stehen vor dem Rathaus an der Westseite des Marienplatzes. Es wurde 1904 und 1905 nach Plänen von Günther Blumentritt gebaut, in Anlehnung an die Rathäuser der Renaissance. Zweimal täglich spielt hier ein Glockenspiel, um 11:55 Uhr und um 16:55 Uhr.
Du stehst vor dem Rathaus von Freising. Hier arbeitet die Stadtverwaltung. Es wurde 1904 und 1905 gebaut, die Baumeister nahmen sich die Rathäuser der Renaissance zum Vorbild. Schau mal hoch zum Giebel: Dort sind Maria mit ihrem Kind und der heilige Korbinian gemalt, und dazwischen ist eine Uhr. Im Turm hängt ein Glockenspiel. Es klingt zweimal am Tag, um 11:55 Uhr und um 16:55 Uhr. Im alten Rathaus war sogar die Feuerwehr untergebracht. Trotzdem galt es 1723 als brandgefährdet. Weißt du, wie spät es gerade ist? Die Uhr am Giebel verrät es dir.
Koordinaten: 48.4006, 11.7436 · auf der Karte