Sie stehen vor der Johanniskirche. Sie liegt unmittelbar westlich des Doms und bildet zusammen mit dem Fürstengang die nördliche Begrenzung des Domhofs. Schauen Sie zum südlichen Seitenschiff: Über ihm verläuft der Fürstengang. Die gotische Kirche wurde zwischen 1319 und 1321 gebaut. Innen hat sie einen hohen dreischiffigen Raum mit Kreuzrippengewölbe. Die Wände sind grau mit weißen Fugenstrichen, dazwischen erkennt man Reste von Wandgemälden aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Zur Kirche gehörte ein Stift. 1319 gründete Konrad III. der Sendlinger, Bischof von Freising, anlässlich des Neubaus ein Kollegiatstift. Seine besondere Aufgabe: für das Seelenheil der verstorbenen Freisinger Bischöfe zu beten. Das Kapitel bestand aus dem Propst, dem Dekan und sechs Kanonikern. Dazu kamen drei Benefizien, zwei im Dom und eines in der Stiftskirche. Den Propst ernannte der Bischof aus den Reihen des Domkapitels. Der Dekan kümmerte sich um Organisation und Verwaltung, dieses Amt hatte üblicherweise der Domzeremoniar. Und wovon lebte das Stift? Von Pfarreien. Altenerding, Thalkirchen, Eschlbach, Ismaning, Attenkirchen, Sendling und Pemmering wurden dem Kapitel einverleibt. Die Stellen der Pfarrer gingen an Mitglieder des Kapitels, auch wenn Vertreter die Arbeit vor Ort erledigten. Die Einkünfte dieser Pfarrstellen standen dem Kapitel zur Verfügung. Pemmering, heute ein Ortsteil von Isen, war dem Dekan vorbehalten. 1803 endete das Stift mit der Säkularisation. Die Kirche wurde danach als Heustadel genutzt, ihre Einrichtung ging fast vollständig verloren. Das ehemalige Altargemälde, Die Predigt Johannes des Täufers in der Wüste von Jacopo Amigoni, fand sich später im Würzburger Dom. 1841 wurde die Kirche als Studienkirche wieder eingerichtet. Weiter westlich auf dem Domberg lag ein zweites Stift, St. Andreas.
Sie stehen vor der Johanniskirche, unmittelbar westlich des Doms. Bischof Konrad III. der Sendlinger gründete 1319 hier ein Kollegiatstift. Die Kirche wurde zwischen 1319 und 1321 gebaut. Die Geistlichen des Stifts beteten für das Seelenheil der verstorbenen Freisinger Bischöfe.
Du stehst vor einer gotischen Kirche, gleich neben dem Dom. Sie wurde zwischen 1319 und 1321 gebaut. Dazu gehörte eine Gemeinschaft von Geistlichen. Ihre Aufgabe war es, für die gestorbenen Bischöfe von Freising zu beten. Dann kam das Jahr 1803, und das Stift wurde aufgelöst. Jetzt wurde in der Kirche Heu gelagert, sie war ein Heustadel. Kannst du dir Heu in einer Kirche vorstellen? Erst 1841 wurde sie wieder als Kirche eingerichtet. Schau nach oben: Über dem südlichen Seitenschiff verläuft ein Gang, der Fürstengang.
Koordinaten: 48.398918, 11.745506 · auf der Karte