Sie stehen auf dem westlichen Teil des Dombergs, westlich der Fürstbischöflichen Residenz. Hier lag das Kollegiatstift St. Andreas. Von den Stiftsgebäuden ist fast nichts geblieben. Aber die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Schon im 8. Jahrhundert gab es an dieser Stelle ein Stift. Es hieß Hugibertsmünster und wurde vor 720 von dem Priester Hugibert als Stiftung seiner Sippe gegründet. Um 770 gab es eine Schenkung an das Monasterium Hukiperthi und die Kirche St. Andreas. Das Benediktinerkloster überdauerte vermutlich das 10. Jahrhundert nicht, die dem Apostel Andreas geweihte Kirche aber bestand weiter. Vor 1062 gründete Bischof Ellenhard das Stift St. Andreas. Eine Schenkungsurkunde Heinrichs IV. vom 24. Oktober 1062 übertrug dem Stift Güter in Pirano und Cittanova in Istrien. Die Güter, die Ellenhard selbst übertrug, nahm er aus den Bischofsgütern und aus seinen elterlichen Erbgütern bei Meran. Die verstreuten Tiroler Besitzungen im Gebirge verwaltete ein eigener Amtmann. Anfangs gab es 21 Kanoniker. Ihre Hauptaufgabe war es, im Freisinger Dom die Liturgie zu unterstützen. Später wurden es weniger: 1601 waren es noch 18, ab dem 17. Jahrhundert nur noch zwölf. Zum Stift gehörte auch die Pfarrei St. Andreas, neben St. Veit und St. Georg eine von drei Pfarreien in Freising. Außer dem Domberg umfasste sie nur den Bereich Am Wörth und einige Häuser vor dem Münchner Tor. Die Stiftskirche war eine romanische Basilika mit drei Schiffen und zehn Altären. Ab 1756 wurde sie von Johann Baptist Zimmermann, Franz Xaver Wunderer und Ignaz Günther neu ausgestattet. Den Hochaltar von Ignaz Günther brachte man später nach Partenkirchen, wo er 1865 verbrannte. Am 27. November 1802 wurde das Stift im Zuge der Säkularisation aufgehoben. Die Einrichtung wurde versteigert, und am 23. Dezember 1803 ordnete Kurfürst Maximilian IV. Joseph den Abbruch der Gebäude an. Der Andreasbrunnen von 1697 erinnert an das Stift, erhalten sind einige Herrenhöfe der Kanoniker und das freistehende ehemalige Archiv. Auch die Martinskapelle gehörte zum Stift, ein Ziegelbau von zwölf mal acht Metern, der nach dem Brand von 1159 entstand und als Friedhofs- und Pfarrkirche diente. Nach der Säkularisation lagerte dort die Feuerwehr ihre Gerätschaften, später Kartoffeln und Kraut. 1959 wurde sie trotz Protesten abgerissen. Auf dem Gelände des Propsteihofes entstand später das Erzbischöfliche Knabenseminar. In ihm sitzt heute das Diözesanmuseum.
Sie stehen auf dem westlichen Teil des Dombergs, westlich der Fürstbischöflichen Residenz. Hier lag das Kollegiatstift St. Andreas. Seine Kirche war nach dem Dom die zweitgrößte von Freising. Das Stift wurde 1802 aufgehoben, die Gebäude wurden abgebrochen.
Du stehst auf dem westlichen Teil des Domberges. Hier stand früher eine große Kirche, nach dem Dom die zweitgrößte von Freising. Sie gehörte zum Stift St. Andreas. Heute ist sie weg. Im Jahr 1803 befahl der Kurfürst, die Gebäude abzureißen. Nur ein paar Dinge erinnern noch daran, zum Beispiel der Andreasbrunnen von 1697. Er ist über dreihundert Jahre alt. Der Ort selbst ist noch viel älter: Schon vor dem Jahr 720 gründete hier ein Priester namens Hugibert ein Kloster. Hast du schon mal ein Kloster gesehen?
Koordinaten: 48.399, 11.744 · auf der Karte