Stadtohr

Stadtrundgang Freiburg im Breisgau · Station 16 von 16

Münsterplatz

· platz, markt, stadtpatrone, brunnen

Ein weiter, gepflasterter Platz. Rechts erhebt sich das Münster aus dunkelbraunem Sandstein mit mächtigem Turm und hohen Spitzbogenfenstern mit Maßwerk. Unten springt eine Vorhalle mit Bögen vor. Links reihen sich Bürgerhäuser, am Rand steht ein rotes Haus mit Bogengang.
Foto: Sven Puth, CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein weiter, gepflasterter Platz. Rechts erhebt sich das Münster aus dunkelbraunem Sandstein mit mächtigem Turm und hohen Spitzbogenfenstern mit Maßwerk. Unten springt eine Vorhalle mit Bögen vor. Links reihen sich Bürgerhäuser, am Rand steht ein rotes Haus mit Bogengang.

Ausführlich

Sie stehen auf dem Münsterplatz, der gepflasterten Fläche rund um das Münster. Es ist der größte Platz der Stadt, und an seinen Rändern fließen Freiburger Bächle. Schauen Sie zum Hauptportal des Münsters. Davor stehen drei Patronatssäulen von 1719. Auf der mittleren steht Maria, die Patronin des Münsters, flankiert von den Stadtpatronen Lambert von Lüttich und Alexander. Der älteste Stadtpatron fehlt, der heilige Georg. Er steht nur wenige Meter entfernt als goldener Ritter auf dem Georgsbrunnen. Lamberts Schädelreliquie kam 1191 nach Freiburg. Alexanders Reliquien übergab der Papst 1650 einem Abgesandten der Stadt. Sehen Sie sich auch den Fischbrunnen an der Nordwestecke an. Er steht seit 1970 dort und ist eine Kopie des ältesten und prachtvollsten Brunnens der Stadt von 1483, der ursprünglich in der Stadtmitte stand, als Marktbrunnen und zum Fischverkauf. 1936 musste er dem Verkehr weichen. Früher war das Münster von einem Kirchhof umgeben, der auf der Nordseite als Stadtfriedhof diente. Die etwa 1,60 Meter hohe Mauer darum wurde erst 1785 abgeräumt. Die Friedhofskapelle St. Andreas wurde 1752 abgetragen. Ihr Grundriss ist im Pflaster des Platzes kenntlich gemacht. Spätestens seit dem Ende des Münsterfriedhofs wird auf dem Platz Markt gehalten. Heute findet er an allen Werktagen vormittags statt, was in Deutschland einzigartig ist. Nur am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, bleibt der Platz frei. Auf etwa 10.000 Quadratmetern bieten 80 bis 180 Marktstände Lebensmittel, Kunsthandwerk und Souvenirs an. Die Nordseite gehört dem Bauernmarkt, einheimischen Landwirtschaftsbetrieben. Bis zur Fußgängerzone in den 1970er Jahren wurde der Platz nachmittags als Parkplatz genutzt. Beim Bombenangriff am 27. November 1944 wurde fast die gesamte Randbebauung zerstört. Nur die Gebäude auf der Südostseite blieben verschont, das Historische Kaufhaus, das Wentzingerhaus und die Alte Wache, wie das Münster selbst. Hier endet der Rundgang. Danke, dass Sie mitgegangen sind. Zwei Orte brauchen eigene Zeit: der Schlossberg, der wie eine Nase direkt in die Innenstadt ragt und auf dem um 1090 die Zähringer ihre Burg bauen ließen, und der Schauinsland mit 1284 Metern, einer der höchsten Berge des Schwarzwaldes und Teil des Stadtgebiets.

Kurzfassung

Sie stehen auf dem Münsterplatz, dem größten Platz der Stadt. Er umgibt das Münster, an seinen Rändern fließen Freiburger Bächle. An allen Werktagen ist hier vormittags Markt, das ist in Deutschland einzigartig. Hier endet der Rundgang.

Für Kinder

Dieser Platz ist der größte der Stadt. Hier ist an jedem Werktag vormittags Markt, mit Obst, Gemüse und Kunsthandwerk. Das gibt es in Deutschland nirgendwo sonst. Früher war rund um das Münster ein Friedhof. Eine kleine Kapelle stand dort, die St.-Andreas-Kapelle. Sie wurde 1752 abgetragen, aber ihren Grundriss hat man im Pflaster sichtbar gemacht. Findest du ihn? An den Rändern fließen kleine Bäche, die Bächle. Hier endet unser Rundgang. Danke, dass du mitgekommen bist.

Quellen

Koordinaten: 47.995565, 7.852414 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.